Wer bietet mehr

Wer bietet mehr

Da aktuelle Gebot liegt bei 42 Wochenstunden Arbeitszeit und stammt von Thüringens Ministerpräsident Althaus. Angesichts der Tatsache, daß eine Woche 168 Stunden hat, ein geradezu lächerliches Angebot an die Arbeitnehmer. Da ist garantiert noch viel mehr drin.

Da dies Dieter Althaus (CDU) bewusst ist, hat er zusätzlich noch eine besondere Leckerei für die Streikenden offeriert. Er fordert einen massiven Stellenabbau im Öffentlichen Dienst. Eigentlich ein Widerspruch. Denn wenn so viele Stellen abgebaut werden, fehlt doch in der Agentur für Arbeit das Personal, um die Arbeitslosen zu betreuen.

Aufgelöst wird der Widerspruch durch eine andere Überlegung vieler Städte und Gemeinden. So heißt es, daß langfristig viele kommunale Aufgaben von der freien Wirtschaft übernommen werden könnten. An diesem Punkt stellt sich die Frage, wann die ersten Politiker für mehr Wählerstimmen streiken müssen. Macht es nicht auch Sinn, im Zuge einer totalen Reform auch ihre Arbeitsplätze zu privatisieren? Damit wäre auch die Offenlegung der Nebeneinkünfte von Mandatsträger vom Tisch, da diese direkt von der Wirtschaft bezahlt werden und nicht den Steuerzahlern auf der Tasche liegen.

Solange aber die Müllabfuhr weiter streikt, wird vom Bürger wieder mehr Eigeninitiative gefordert. Das der Dreck vor der eigene Haustür liegt, muß nicht sein. Schließlich verfügen die meisten Deutschen über ein Auto. Statisch gesehen ist der nächste Wald nur 30 Minuten von Zuhause entfernt. Die Gelegenheit, nicht nur die lieben Kleinen dort zu einem längeren Ausflug abzusetzen, sondern auch gleich die Drecksäcke (die mit dem Müll, nicht die Politiker) dort zu lassen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren