Elementarteilchen

Elementarteilchen

Während die Schneeberge In Bayern auf dem Rückzug sind, stapeln sich an verschiedenen Orten in Deutschland blaue Müllsäcke. Noch zeigt die Rattus norvegicus kein Interesse an den neuen Futterbergen. So bleiben momentan die Mitglieder von ver.di die einzigen, die Trillerpfeifen hinterherlaufen.

Im Norden von Deutschland beginnt derweilen die biologische Abwehr der Vogelgrippe. Sicher wird es Herrn Schäuble freuen, daß gegen diese Gefahr von oben bereits die Bundeswehr ausrückt. Gnadenlos wird geschlachtet, was in den Verdacht gerät, H5N1 zu übertragen. Immerhin gibt es für jedes getötet Huhn eine Kopfgeldpauschale von 51 Euro als Entschädigung an die Halter – deutlich mehr, als einem Hartz IV-Empänger zusteht.

In keinen Zusammenhang mit dem Ausbruch der Vogelgrippe dürfte der Skandal stehen, der die olympischen Winterspiele überschattet. Die von den österreichischen Langläufern eingenommen Substanzen waren keine Impfstoffe gegen den Virus, sondern nur normale Dopingpräparate.

Bei der Berlinale werden dieses Jahr nicht nur Filmpreise vergeben, sondern auch den Zuschauern prachtvolle Bären aufgebunden – was erneut eine heftige Diskussion um den Begriff „Künstlerische Leistung” auslöst.

Selbst bayrische Politiker lassen es sich nicht nehmen, verbal ins Tal der Wölfe zu onanieren und sind dabei, den Islamisten in sich zu entdecken. Von der Zensur sind in der EU aber nicht nur türkische Filme, sondern auch chinesische Turnschuhe bedroht. Auf diese soll demnächst 20 Prozent Strafzoll erhoben werden. Enttäuscht wird, wer dahinter einen Versuch sieht, auf diese Weise ein Zeichen für Menschenrechte und Demokratie zu setzten. Es geht bei den Zöllen lediglich darum, die Interessen europäischer Firmen zu wahren.

One Reply to “Elementarteilchen”

  1. Zitat: „Gnadenlos wird geschlachtet, was in den Verdacht gerät, H5N1 zu übertragen.“
    … sollen wir vllt. warten, bis da oben alles von alleine tot umfällt? ( ‚Da oben‘ meint ein Gebiet von Ostseeküste bis Adria…)

    Dipl.-Biol.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren