Der Zug fährt ab

Der Zug fährt ab

Wenn sich Jammern exportieren ließe, würde es den Deutschen, der deutschen Wirtschaft erheblich besser gehen. Denn nichts könne wir Deutsche so gut wie das Jammern. Zu unseren Schwächen dagegen gehört es, Innovationen zu fördern und Patente richtig zu nutzen. Was hätte sich nicht alles aus dem Transrapid machen lassen. Statt dessen fristet er in Deutschland ein Schattendasein.

Daher ist es nicht verwunderlich, wenn die Chinesen jetzt ihren eigenen Transrapid entwickeln – wer traut schon einem Produkt, daß der Entwickler selber nicht verwendet. Statt endlich den Hintern mal hoch zu bekommen, reagieren die Deutschen wie üblich: sie jammern. Wie so häufig ist auch mit dem Transrapid der Zug wieder abgefahren, aus einer Erfindung Kapital zu schlagen. Genauso beim MP3-Format, daß von deutschen Fraunhofer-Institut entwickelt wurde. Das Geschäft mit den Abspielgeräten machen andere.

Gleiches wird uns auch im Hinblick auf alternative Energieformen blühen. Statt in diesen Bereich zu fördern und Deutschland in eine Spitzenposition zu bringen, werden Gelder abgezogen und Wege bewusst verbaut. Der Deutsche verpasst seine Chance, sieht den abfahren Zug und bleibt einsam und jammernd auf dem Bahnsteig zurück.

One Reply to “Der Zug fährt ab”

  1. Hallo?
    Da hast Du was nicht begriffen:
    das Fraunhofer-I. meldet keine Patente an – egal wofür.
    Sie sind NICHT Lizenzgeldgeil!

    Und zum Transrapid: wenn er sooo schlecht wäre (dass wir ihn nicht selber nutzen!), warum wird er dann fast 1:1 nachgebaut?? Soo schlecht kann er nicht sein, oder??

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren