Milchmädchen Globalisierung

Milchmädchen Globalisierung

Die Globalisierung macht auch vor den Milchmädchen nicht halt. Immer mehr meinen, von wirtschaftlichen Zusammenhängen Ahnung zu haben und behaupten, daß in Deutschland die Arbeitskraft zu teuer sei. Ein Verlagerung der Arbeitsplätze ins Ausland sei daher die logische Folge.

Sicher, es mag sein, daß andere Länder billiger produzieren können. Merkwürdig nur, daß sich die Arbeitskräfte in diesen Ländern die Sachen, die sie herstellen, nicht leisten können, weil die Löhne zu niedrig sind.

5 Replies to “Milchmädchen Globalisierung”

  1. Ach…so ein Milchmädchen bin ich auch nicht ;)
    …und bezugnehmend auf die Aussage das sich die Arbeiter die selbsthergestellten Produkte nicht leisten können, könnte man entgegnen das in Taiwan die wenigsten mit Adidas Schuhen herumlaufen.

    Welche Produkte sich ein deutscher Arbeit prinzipiell nicht leisten kann, weiß ich jedoch nicht. Ich finde das hier alle noch recht gut leben.

  2. Lösch meinen Kommentar. Ich hab keinen Bock auf solche Diskussionen und halte mich da lieber raus bevor ich da jetzt anfange rumzuramentern. Danke.

    Ich möchte aber noch anmerken, das ich es nicht mag als Milchmädchen bezeichnet zu werden. Du kannst mir glauben das ich nicht dumm bin und schon eine wirtschaftliche Grundbildung habe.

    Sven

  3. @LeSven: Raushalten war in dem Moment vorbei, wo du dich zu dem Thema geäußert hast. Grundsätzlich mag ich keine Vereinfachungen. Wer solche vornimmt, muß sich schon mal gefallen lassen, als Milchmädchen bezeichnet zu werden (wenn er sich denn diesen Schuh anzieht).

    Als Lesetipp von mir dazu: http://www.unternimm-die-zukunft.de

  4. Vor allem bin ein Freund von Sätzen, die genau gelesen werden wollen. Ich habe nicht davon geschrieben, daß sich deutsche Arbeiter Produkte nicht leisten können (noch geht das), sondern die billigen ausländischen Arbeitskräfte, zum Beispiel in Taiwan.

    Wer sich über deutsche Löhne beschwert, sollte auch mal die Lebenshaltungskosten mit anderen Ländern vergleichen. Ursache und Wirkung.

    Zudem gibt es zahlreiche mittelständische Firmen, denen es sehr gut geht, obwohl sie angemessene Löhne zahlen und nur in Deutschland produzieren. Liegt wohl daran, daß der Eigentümer mit 5 Prozent Gewinn zufrieden ist und nicht zu der Sorte Mensch gehört, die bei 25 Prozent Rendite immer noch nicht den Hals voll haben.

    Vereinfachungen und satirische Übertreibungen sind hier haufenweise zu finden, Pathos ist dieser Seite aber fremd. Was ich mag, ist Patros, aber das ist Feta-käse und tut hier nichts zur Sache.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren