In Zeiten, wo selbst der Wettbewerb immer härter wird, müssen auch die Besitzer von Lebensmittelläden jeden Cent umdrehen. Spar dich reich, den Geiz ist geil – selbst wenn darunter das Sozialklima leidet.
Großes Sparpotential scheint darin zu liegen, daß Anziehen der Arbeitsbekleidung nicht als Arbeitszeit anzurechnen. Es mag ja durchaus seine preußisches Ordnung haben, wenn der Mitarbeiter erst nach dem Anziehen der Arbeitskleidung seine Stempelkarte benutzt. Auf der anderen Seite wirkt die Beschäftigung mit solch einer Frage aber schnell kauzig wenn nicht sogar knauserig.
Natürlich muß nicht jede Eigenheit der Mitarbeiter toleriert werden. Trotzdem sollte bedacht werden, daß auch in einem Supermarkt Menschen arbeiten, die in erster Linie als solche gesehen werden wollen. Niemand fühlt sich wohl, wenn er für seinen Arbeitgeber vor allem ein Kostenfaktor in der Kalkulation ist.
Wie kommst Du darauf, daß das Sozialklima bei Björn im Laden schlecht ist? Nur weil Kollegen Überstunden aufbauen, indem sie früher kommen und sich in aller Seelenruhe umziehen? Mit Stiefel schnüren und Zöpfe flechten? Nötig ist lediglich ein kurzes Überwerfen des Kittels, das ist eine Sache von Sekunden. Falls Du das Klima hier im Laden testen willst, frag doch die Mitarbeiter. Wir haben hier jedenfalls alle gute Laune und bekommen für die gute Stimmung bei den Kunden viel Lob.
Auch von Fachleuten: “Im SPAR MARKT von Björn Harste merkt jeder Kunde sofort, dass die Mitarbeiter tatsächlich Spass am Service und Verkauf haben. Offensichtlich sind diese excellent motiviert und geschult. Björn Harste scheint ein ungewöhnlicher Chef mit überaus unkonventionellen Ideen zu sein (siehe http://www.shopblogger.de), der dadurch seine Mitarbeiter mitreisst und seine Kunden wirklich in den Mittelpunkt stellt.”
http://www.dieserviceoffensive.de/index.php?menu=12&index=5
“Sparblogger”, Spar dich reich, denn Geiz ist geil – selbst wenn darunter das Sozialklima leidet” klingt für mich nicht ironisch, sondern bissig. Und das hat Björn nicht verdient.
Die Mitarbeiter werden hier als Menschen behandelt. Oder würdest Du dem Azubi Dein Auto leihen?
Die positive Stimmung im Laden habe ich mit fremden Statements untermauert, damit es nicht heißt, ich wäre betriebsblind.
Ganz ehrlich: ich hab das ähnlich wie die Mitarbeiterin interpretiert. Zunächst dachte ich: “Nanu, was wird denn hier impliziert? – Da bekommt man beim shopblogger doch einen völlig anderen Eindruck” und dann eben nur “Ah okay, da legt es einer drauf an missverstanden zu werden.”
Ich kann die Aufregung nicht verstehen, letztendlich nur irgendjemand, der in seinem Block ein paar Besuche abstaubt, indem er kaum qualifizierten Schmuh “trackbackt”.
@ tboley
Wie man aus einigen Kommentaren der “Mitarbeiterin ” sehen kann ist sie nicht eine einfache Mitarbeiterin sondern wohnt mit Björn zusammen. Sie schrieb vor kurzer Zeit zumindest von Dingen zuhause mit Björn.
@Nico: Ich kanns jetzt nicht beschwören, aber vermutlich würde Björns Frau schon was dagegen haben, wenn da einfach eine “Mitarbeiterin” einzieht. Und seine Frau ist wohl nicht im Laden angestellt…
@ Torsten
Du warst anscheinend noch nicht im Laden ;-)
Seine Frau arbeitet auch mit.
@Nico: Mist… Und ich war mir so sicher, daß Björn das dann mal erwähnt hätte. Und jetzt bin ich mir immer noch sicher, daß er das die letzten Monate nicht getan hat.
Falls Du recht hast, bitte ich hiermit um Entschuldigung bei Frau und Herrn Harste. Sooorry!
Es wird wahrscheinlich auch noch eine Weile dauern, bis ich mal in Bremen einkaufen gehe. Von Paderborn ist das doch etwas weit. Da schmilzt die Frosta-Tüte ja auf dem Rückweg. Geht doch nicht! ;)

in selbst:zweck:
warum nicht gleich..
jede minute zählt. oder zahlt. oder auch nicht.
der shopblogger hat eine entdeckung gemacht. er darf seinen angestellten die zeit die sie fürs umziehen brauchen von der arbeitszeit abziehen.
gut. prinzipiel spricht da nichts dagegen, wenn man sic…