Mao Inside

Mao Inside

Im neuen Jahr wirbt Intel mit einem neuen Spruch für seine Produkte. Mit „Leap Ahead” wird zum Sprung nach vorn aufgerufen. Seinen Ursprung hat der Spruch jedoch im kommunistischen China, daß von Mao Zedong zum Großen Sprung nach vorn aufgerufen wurde.

Das Intel versucht, seine Chips wie die Mao-Bibel unters Volk zu bringen, ist schon seit längerem bekannt. Gegen die weltweite Dominanz versuchen immer wieder andere Hersteller erfolglos anzustürmen. Wie weit bereits die Intelisierung vorangeschritten ist, zeigt auch die Kulturrevolution bei Apple. Gestern wurden auf der Mac Expo in San Francisco die ersten Apple Rechner mit Prozessoren von Intel vorgestellt. Die ideologische Kehrtwende, die im Sommer letzten Jahres vom obersten Revolutionswächter Steve Jobs angekündigt wurde, war und ist für viele ergebene Kunde zutiefst verstörend.

Im Gegensatz aber zum Chiphersteller versteht sich aber die Marketingabteilung bei Apple darauf, die Kunden wieder mitzureißen und ein exklusives Wir-Gefühl zu verschaffen. Für die neue Produktlinie wurde ein TV-Spot vorgestellt, der mit dem Spruch „the intel chip… for years, it’s been trapped in PCs” sofort den großen Graben im Herzen der Macianer zu verschließen mag.

Ein gruseliges Restgefühl und die Angst vor einer Säuberung des Marktes von originellen Ideen bleibt dennoch.

One Reply to “Mao Inside”

  1. Das Problem ist nicht, das Intel den Markt beherrscht, sondern das die Mitbewerber es seit Jahren nicht schaffen, Ihre äußerst konkurrenzfähigen und guten Produkte vernünftig zu vermarkten. Im Sinne eines weiterhin leisen Desktops hätte ich Apple allerdings doch eher zu AMD geraten. Der Move zu Intel liegt sicherlich in erster Linie darin begründet, das Microsoft auf Cell geschwenkt ist, was eigentlich die Logische Nachfolge für Power PC gewesen wäre… Verwunden sind die Wege des Apfels.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren