Halligabend, Teil VIII

Halligabend, Teil VIII

Die nächsten Stunden zogen sich gnadenlos in die Länge. Martin viel ein altes Weihnachtslied ein, das er etwas variiert. Gnadenlose Weihnachtszeit. Noch ein Vogel mehr, noch ein Strich. Nächstes Jahr würde er auch wieder Vögel zählen, aber nur die, die sich im Bratofen befänden. Trotz der nicht gerade anregenden Aufgabe kehrte Ruhe in ihm ein. Aus dem tosenden Wind und ein paar Vögeln war nichts zu hören. Genau das eigentlich, was er brauchte. Gegen Mittag machte sich sein Magen überdeutlich bemerkbar. Sein Aufgabe hatte er soweit erfüllt, so daß einem Imbiss nichts im Wege stand. Abgesehen vielleicht von der nicht so großen Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten.

Den wohl einzigen Vorteil, den geschmacksfreises Essen in Dosen bot, war die extrem lange Haltbarkeit. Dem Etikett zu folge war das, was Martin gerade zu sich nahm, äußerst nahrhaft. Bei der Menge an Zusatzstoffen, die auf der Zitatenliste standen, wagte Martin genau das zu bezweifeln. Für den Abend hatte er sich zum Glück noch eine Kleinigkeit mitgebracht. Aufgehoben für den Anlass und extra mitgeschleppt hatte er ein kleines Päckchen, daß vor ein paar Tagen mit der Post gekommen war und durch zahlreich Weihnachtsaufkleber eindeutig als Weihnachtsgeschenk zu identifizieren war. Der Adressaufkleber des Absenders war aus einem unerklärlichen Grund unleserlich, was die Spannung und Vorfreude noch etwas steigerte. Den festlichen Rahmen würde ein kleiner elektrischer Weihnachtsbaum geben, den er an den USB-Port seines Notebooks anschließen konnte.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren