Halligabend, Teil V

Martin überstand die Überfahrt überraschend gut, ohne die Fische füttern zu müssen.Trotzdem war er froh, als er wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Sein Erster Eindruck von der Hallig, auf der er abgesetzt worden war, war eine Mischung aus Begrenzung und Weite. Die Landmasse unter seinen Füßen erstreckte sich etwa 1 Kilometer in die Länge und 500 Meter in die Breite. Über die Jahrhunderte hatte die See immer mehr von der ursprünglichen Fläche aufgefressen. Martin marschierte an den Uferschutzbauten vorbei einen kleinen Pfad entlang, der ihn zu einem Pfahlbau führt. Auf dem Pfahlbau thronten zwei Hütten. Die eine diente der Vogelbeobachtung, die andere, im warmen rot gestrichen, diente der Unterbringung. Dort würde er die nächsten Tagen verbringen.

Innen in der Hütte war es fast so kalt wie draußen. Kein Wunder, denn der kleine Gasofen war aus. Auch wenn sich Martin nicht gerade für ungeschickt hielt, so sah das Ding dennoch komplizierter aus als es einem Ofen zustand. Von einer Bedienungsanleitung fehlte jede Spur. Vermutlich hatten Vögel damit ein Nest gebaut oder ein andere Bewohner sie als Notbehelf genommen, als kein Toilettenpapier mehr zur Hand war.

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