Im Nebel verschwunden

Im Nebel verschwunden

Den ganzen Tag über ist Bielefeld schon im Nebel versunken. Für so manchen mag es dabei völlig neu sein, daß es Bielefeld überhaupt gibt. Aber an solche lächerlichen Verschwörungen wird wohl keiner glauben, der nachts mit Elivs redet und seinen nächsten Urlaub schon fest in der Area 51 gebucht hat.

Durch den Nebel sind leicht entfernte Dinge nur noch schemenhaft zu sehen. Ähnlich verhält es sich mit dem Nebel der Gesichte, der zur Zeit in Hannover über ein Reihenhaus niedergeht. Einer seiner Bewohner hat gerade erst einen Englischkurs absolviert, was wohl ziemlich überflüssig gewesen ist angesichts der Tatsache, daß ihm von einem russischen Zaren (voll der lupenreine Demokrat) ein Job angeboten wurde.

Möglicherweise gibt es keinen Zusammenhang mit der Adoption einer Tochter aus dem Land der Goldzähne und billig geschminkten Frauen. Anderseits bleibt es jedem selber überlassen, ein Angebot eines guten Freundes abzulehnen, wenn diesem vorher der Bau einer Pipeline ermöglicht wurde. Wie so oft bleibt der Satz im Raum hängen, daß von Köln lernen Klüngel lernen bedeutet. Und was gäbe es behaglicheres bei so einem nassen Nebel an den Füßen wie die guten alten Filzpantoffeln.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren