Verwirrungserklärung

Verwirrungserklärung

Die neue Bundeskanzlerin Angela Merkel (innerlich zucken immer noch mehr als 50 Prozent der Bundesbürger zusammen, wenn sie das hören) hat gestern ihre Regierungserklärung vom Blatt abgelesen vorgetragen.

Direkt am Anfang machte sie folgendes deutlich:

„Wir lassen uns nicht erpressen.”

Das bezog sich nicht auf einige quertreibenden SPD-Abgeordnete oder auf die CSU und Edmund Stoiber, sondern auf die Geiselnehmer im Irak. Die Aussage

„Mehr Freiheit wagen”

galt aber nicht ihnen. Es wird auch in Frage gestellt, ob es überhaupt „richtige” islamische Terroristen sind, denn die Geiselnehmer haben nicht die üblichen Formatvorlagen in ihrem Video verwendet. So soll das ganze Video improvisiert und eher schlicht wirken. Frau Merkel rät aber nicht, bei der nächsten Entführung lieber jemanden zu fragen der was davon versteht.

Ansonsten war ihre Erklärung eine Ansammlung von bekannten Phrasen. Wenn diese zeigt, was wir von der großen Koalition zu erwarten haben, dann sieht es wohl sehr düster aus. Möglicherweise mit etwas Glück ist es ja nur eine kurze Phase, die schnell vorbei geht. Diese Hoffnung zerbricht aber, wenn der Blick auf die Opposition fällt. Noch schleicht sie auf Samtpfoten durch den Plenarsaal wie ein zahnloser Tiger.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren