Mehrdorn bei der Bahn zu Haus

Mehrdorn bei der Bahn zu Haus

In Bezug auf die aktuelle Diskussion, ob oder ob nicht ein Umzug der Bahn AG nach Hamburg stattfinden wird, war heute in der Süddeutschen Zeitung folgendes zu lesen:

„Regierung stellt sich der Bahn in den Weg”

Das ist zwar mutig, aber auch sehr dumm. Denn nicht ohne Grund heißt es „Das Betreten der Gleisanlagen ist verboten”. Herr Mehrdorn wird mit seinem ICE von Berlin nach Hamburg wohl kaum wegen ein paar Politikern, die im Gleisbett spielen, den Zug anhalten lassen.

Zurück aber zu den Fakten. Es ist wohl so, daß Herr Mehdorn derjenige ist, der beim Spiel mit der Eisenbahn bzw. deren Firmenhauptsitz auf jeden Fall der Gewinner sein wird. Denn egal wohin es die Bahn letztendlich ziehen wird, er wird der Sieger sein. Sowohl Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust als auch Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit (kein Tippfehler, der heißt wirklich so) hofieren die Braut. Beide Städte sind zu erheblichen Konzessionen bereit, um die Bahn für sich zu gewinnen.

Misstrauen ist nur dann angebracht, wenn Herr Mehdorn über die Weihnachtsfeiertage eine Kreuzfahrt im Mittelmeer macht. Es könnte dann nämlich sein, daß die Hamburger ihre Beziehungspflege etwas übertrieben haben.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren