Pornokönig

Gestern ist mir auf der Startseite von wordpress.de ein in der Liste der aktualisierten Blogs ein Link aufgefallen, der mir merkwürdig erschien. Ein Klick brachte mich nicht zu einer Pornoseite, sonder zu einem WordPress-Blog, der als Werbeplattform für Pornoseiten fungiert.

Da ich solche Dinge überlicherweise nicht auf sich beruhen lass, haben ich mihc im Forum bei wordpress.de zu Wort gemeldet:

„Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Trotzdem frage ich mich gerade, was diese Seite hier xxx.de in der Blogliste auf der Startseite zu suchen hat.”

Nach meinen bisherigen Erfahrungen in Bezug auf Internet und Pornographie im speziellen so wie Missbrauch einer Comunity im allgemeinen war ich eigentlich überzeugt davon, auf wenig Verständnis zu stoßen. Daher haben mich die ersten beiden Antworten positiv überrascht.

Lange hielt das jedoch nicht vor. Denn dann kam diese Antwort:

„Also ich finde das nicht problematisch, wenn es hin und wieder mal XXX-Pings gibt. Gehört ja irgendwie auch zum Leben, bzw. nicht nur irgendwie, sondern ganz essentiell.”

Klar, gehört genauso zum Leben dazu, wie zum Beispiel das verhungern lasen von Kindern oder das der kleine Anton auf dem Schulhof verprügelt wird. Mir ist klar, daß es Internetjunkies mit gestörtem Sozialverhalten gibt die solche Seiten benötigen, um sich ihre sexuelle Befriedigung zu besorgen.

Gut, das war jetzt sehr polemisch und auch nicht annähernd richtig, aber ich sehr das ein wenig anders. Sex gehört sicher zum Leben dazu. Wer aber Pornographie mit Sex verwechselt, ist nur zu bedauern. Ausgehen von meiner persönlichen Liste der Blogs, die ich lese, wage ich mal zu behaupten, daß der Durchschnitt der Bloger nicht nur ganz normal tickt, sondern auch nicht mit Pornoseiten in Verbindung gebracht werden möchte.

„Aber Zensur find ich generell nicht so Klasse. Man/frau muss ja nicht draufklicken.”

Niemand bei klarem Verstand würde zum Beispiel dem Spiegel oder der Süddeutschen Zeitunensur vorwerfen, nur weil er sie keine Werbung für Pornoseiten abdrucken. Werbung für Pornoseiten passt einfach nicht in deren Umfeld. Das auch von wordpress.de zu behaupten, hat nichts mit einer Forderung nach Zensur zu tun. Aber es ist ja viel bequemer, laut Zensur zu schreien, als sachlich zu argumentieren.

Von meiner Seite erfolgte dann noch mal eine Klarstellung, welchen Denkanstoß ich geben wollte:

„Damit wir uns nicht falsch verstehen: Wenn jemand meint, seine pornographischen Ergüssen in Blogform zu bringen, bitte schön. Stört mich nicht. Was mich aber stört ist, wenn derjenige keinen Blog hat, sondern nur daß Prinzip nur mißbraucht, um für Pornoseiten zu werben. Es geht nicht um den Inhalt, sondern um den Mißbrauch.”

Die erste rotzfreche und dumme Antwort darauf:

„Gehört das hier nicht in die Plauderecke?”

Typisch für jemanden, der nicht in der Lage ist, einen ernsthaften Beitrag zu Sache zu leisten

Ein Leibziger Allerlei bescherte dann die nächste Antwort:

„Also ich habe nichts gegen denn Blog, (da meine)! Durch Dein Posting hier im Forum hab ich heute weit aus mehr hits auf meiner Seite als normal, im schnitt habe ich von WordPress.de ca 10 – 15 hits (wenn es hoch kommt), durch dein Posting sind es heute (bis jetzt) 60 hits!

Ich sehe dies nicht als Missbrauch, es ist nur eine efektivere form zu werben!”

Sehr deutlich wird hier, was dieser merkwürdige Blog ist: Werbung. Wenn bestimmte Form der Werbung nicht zugelassen wird, hat das wiederum nichts mit Zensur zu tun. Abgesehen davon ist die Art und Weise meiner Meinung nach schon ein eindeutiger Missbrauch. Daher kann ich mir nur dieser Meinung hier anschließen:

„das ist schon richtig, aber auch definitiv um einen nachfahren der linkfarmen, nur weil es ein blog ist, gehört es trotzdem nicht in die liste, ich denke wir werden uns in nächster zeit vermehrt damit beschäftigen dürfen”

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