Merkwürdige Zufälle

Gestern erreicht mich schon wieder eine eMail mit einem Jobangebot, was sich kaum als seriös bezeichnen lässt:

Sehr geehrter Herr Boley,

Unser Unternehmen sucht Verstärkung für den weiteren Aufbau unseres weltweit expandierenden Geschäftes. Wir bieten attraktive neben- oder hauptberufliche Perspektiven oder ein 2. Standbein für teamfähige, ernsthafte und engagierte Personen.

altersunabhängig, sofortiger Einstieg möglich, freie Zeiteinteilung, homebased business – standortunabhängig

Arbeiten im Trendmarkt Gesundheit & Wellness mit Fertigexistenz eines börsennotierten US-Konzerns, aktuell in 60 Ländern tätig

Informationen unter www.jobs-und-zukunft.de

Mit freundlichen Grüßen

xxx

Auf der Webseite der sagenhaften Firma findet sich dann ein Hinweis für ein „kostenloses” Basistraining. Für zwei Tage Konferenzgetränke, Kaffeepausen, Mittagessen, Obst und großes Abendbuffet wird dann allerdings ein Unkostenbeitrag von 75 Euro fällig. Verschwiegen wird, was das die nachfolgendenden Schulungen via Telefoncoaching kosten werden.

Spätestens ab der Stelle wäre für mich der Fall erledigt und die eMail würde dorthin wandern, wo sie hingehört. Allerdings hat mich eine Sache stutzig gemacht. In den letzten Monaten habe stammten alle Stellen, auf die ich mich beworben habe, nicht aus dem Angebotspool der Agentur für Arbeit, sondern von stepstone und anderen Jobbörsen. Bei einigen davon habe ich auch mein Stellenprofil hinterlegt. Von keiner dieser privaten Stellenbörsen kam ein unseriöses Angebot.

Sämtliche unseriösen Jobangebote kamen über meine Daten, die ich bei der Agentur für Arbeit hinterlegt habe. An Zufälle glaube ich nicht. Es ist ganz klar, daß die Agentur keinen Adresshandel beitreibt. Es scheint aber jedoch so zu sein, daß sich ihr Datenpool besonders gut automatisch abfragen lässt – oder das die dubiosen Anbieter keinen andere Quelle für ihre Akquise kennen.

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