Gemeinsamkeiten

Gemeinsamkeiten

Es gibt Momente, da kann ich nicht anders und muß auch einem wie Horst Köhler beipflichten. Auch wenn er in den meisten Dingen vermutlich eine völlig andere Ansicht hat wie ich, eins scheinen wir gemeinsam zu haben: den Standpunkt in Bezug auf aktive Sterbehilfe.

Sein Zitat

„Nicht durch die Hand eines anderen sollen die Menschen sterben, sondern an der Hand eines anderen.”

fast alles Wesentliche zum Thema in einem Satz zusammen. Genau so sehe ich das auch. Daher sind mir die Äußerungen von Hamburgs Justizsenator Roger Kusch, der sich für eine aktive Sterbehilfe einsetzt, zutiefst zuwider. Richtig schlecht wird mir, wenn ich lese, daß in den Niederlanden die aktive Sterbehilfe auf Säuglinge, Kleinstkinder, schwer geistig Behinderte und komatöse Unfallopfer ausgeweitet werden soll. Wohlgemerkt, zwischen Säuglinge, Kleinstkinder und geistig Behinderte ist ein Koma.

Für so etwas gibt es ein Wort aus der Zeit der Nationalsozialisten: Euthanasie.
Trost findet sich bei den Kirchen, die sich konfessionsübergreifend für den Schutz des Lebens einsetzten. Auch bei den Parteien herrscht Einigkeit in der Ablehnung, abgesehen von der FDP, die da eine etwas „ liberalere” Haltung hat.

Natürlich gibt es unheilbar Schwerkranke, die unbeschreibliche Schmerzen erleiden. Das dies aber nicht zwangsläufig zu einen Auftragsmord führen muß, zeigen die Hospizbewegung und die Palliativmedizin.

5 Replies to “Gemeinsamkeiten”

  1. Ist es menschlich monate- oder jahrelang durch Opium die Schmerzen und die Agonie zu erdulden? Ich würde dann lieber sterben…Mein Wille sollte in solcher Situation auch respektiert werden.

    Wer sich jedoch anmaßt, über Kinder zu entscheiden hat nichts verstanden.

  2. Stimmt. Wobei ich nach wie vor glaube, daß ohne lebensverlängernde Maßnahmen der Tod recht schnell kommt, zumal Opiate dazu auch noch beitragen.

  3. Wenn man ein starkes Herz hat, wie im Falle meines Großvaters kanns auch mit verkrebsten Hirn noch 4 Monate dauern.

    Hätte ich eine Pistole besessen, als er mich nach einer fragte, hätte ich sie ihm ohne zu zögern gegeben.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren