Gemeinsamkeiten

Es gibt Momente, da kann ich nicht anders und muß auch einem wie Horst Köhler beipflichten. Auch wenn er in den meisten Dingen vermutlich eine völlig andere Ansicht hat wie ich, eins scheinen wir gemeinsam zu haben: den Standpunkt in Bezug auf aktive Sterbehilfe.

Sein Zitat

„Nicht durch die Hand eines anderen sollen die Menschen sterben, sondern an der Hand eines anderen.”

fast alles Wesentliche zum Thema in einem Satz zusammen. Genau so sehe ich das auch. Daher sind mir die Äußerungen von Hamburgs Justizsenator Roger Kusch, der sich für eine aktive Sterbehilfe einsetzt, zutiefst zuwider. Richtig schlecht wird mir, wenn ich lese, daß in den Niederlanden die aktive Sterbehilfe auf Säuglinge, Kleinstkinder, schwer geistig Behinderte und komatöse Unfallopfer ausgeweitet werden soll. Wohlgemerkt, zwischen Säuglinge, Kleinstkinder und geistig Behinderte ist ein Koma.

Für so etwas gibt es ein Wort aus der Zeit der Nationalsozialisten: Euthanasie.
Trost findet sich bei den Kirchen, die sich konfessionsübergreifend für den Schutz des Lebens einsetzten. Auch bei den Parteien herrscht Einigkeit in der Ablehnung, abgesehen von der FDP, die da eine etwas „ liberalere” Haltung hat.

Natürlich gibt es unheilbar Schwerkranke, die unbeschreibliche Schmerzen erleiden. Das dies aber nicht zwangsläufig zu einen Auftragsmord führen muß, zeigen die Hospizbewegung und die Palliativmedizin.

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