Kapitulationserklärung

Der Start in den Tag sollte beim Frühstück nicht mit einem Bild anfangen, wie es heute morgen in der Süddeutschen Zeitung auf der Titelseite zu betrachten war. In halber Zeitungsbreite grinste einen dort M. an. Die Überschrift dazu las sich wie das berühmte Menetekel an der Wand: „Angela Merkel wird Kanzlerin”

Für die SPD ist das Verhandlungsergebnis aus den Vorgesprächen eine Kapitulationserklärung. Dabei sind die Genossen anscheinend auch noch so dumm, nicht zu merken wie sie dabei über den Tisch gezogen wurden – vermutlich sind sie auch noch irrsinnig lächelnd freiwillig über den Tisch gehüpft. Von den zu vergebenen Posten erhält die SPD unter anderem die Ressorts Finanzen, Arbeit, Gesundheit und Verkehr. Genau dort sitzen dann „rote Socken”, wo vermutlich auch weiterhin schmerzvolle Einschnitte für den Bürger zu erwarten sind. Für die nächste Wahl keine gute Position, um sich beliebt zu machen.

Die Union kann in der Zeit einer großen Koalition fleißig punkten mir Bildung und Forschung, Familie und Senioren sowie Verbraucherschutz. Viel Spielraum, wieder das soziale Profil zu schärfen, wie bereits Stimmen aus der CDU und CSU gefordert haben.

Einzig Wolfgang Clement scheint mit aufrechten Gang aus dem Amt zu scheiden. In der SPD-Präsidumssitzung hat er allein auf weiter Flur gegen die Vereinbarung gestimmt. Einer neuen Regierung will er nicht mehr angehören. Sein Aussage

„Ich mache ausgiebig von meiner Freiheit Gebrauch. Ich bin ein freier Mann.”

lässt viel Spielraum für Interpretationen. Zumindest bei ihm ist zu erwarten, daß er Frau Merkel nicht wählen wird.

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