Prämienparadies

Prämienparadies

Während es anderswo unbrauchbare Billigterminplaner, hässliche Uhren, geschmacklose Telefone oder einfach nur Nippes gibt, trumpft die Süddeutsche Zeitung bei ihren Prämien auf. Direkt auf der Titelseite des sechsseitigen Einlegers prangt unter der Überschrift „Leser werben Leser” ein riesige Playstation Portable.

Im Innenteil locken dann Higlights wie die Zapfanlage PerfectDraft von Phillips, die neue Tassimo von Braun, ein Lautsprechersystem von Harman Kardon und natürlich ein 20GB iPod. Wieder ein Beweise mehr, daß dieses Zeitung nicht nur inhaltlich überzeugen kann. Einziger Wermutstropfen sind die sogenannten Zuzahlungen bei einigen Prämien. Hört sich ein wenig an wie bei den Medikamenten, die einem der Arzt verschreibt. Solange der eigene Arm noch das Rezept heben kann, sind diese immer mit einer Zuzahlung verbunden.

Gut, für manche ist die Tageszeitung auch wie eine Medizin. Wobei die Frage erlaubt sein darf, welches Sorte das zum Beispiel bei der Bild sein würde. Ob die ihren Lesern „Aufblaspuppen” als Prämie anbieten? Würde auf jeden Fall zum Inhalt passen. Wohl eher müsste ein anständiges Schmerzensgeld gezahlt werden.

Jede Prämie hat die Zeitung, die sie verdient. Oder so ähnlich. Für Schnäppchenjäger bietet es sich an, öfter mal über den Wechsel der Zeitung nachzudenken.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren