Katerstimmung

Katerstimmung

Am Straßenrand jongliert ein Junge mit Bierdeckeln. Ein falscher Hoffnungsträger ist ist zurück auf den Weg nach Heidelberg. Arbeitslose Physikerin sucht neues Betätigungsfeld. Der Kanzler trennt sich von Frau und Amt. Herr Fischer ist außer Minister nie was geworden.

In Berlin kauft unerkannt ein neuer Minister eine Peeling-Creme, während fast zwei Meter Bayern über das Oktoberfest läuft und „Mehrheit, Mehrheit!” brüllt. Trotz der zweiten Runde Joints kommt in der Kampa Karibika kein Feeling auf. Staat Rasterlockern faselt das scharfe Gewürz von Rasterfahndung. In den Zentren der neuen Macht hat die zweite Garde das Ruder fest in der Hand, nicht wissend das bereits ein Koch den Brei verderben kann. Händereibend freuen sich nur die zwei von der Linksstelle.

Keine Frage von Sekt oder Selters, sondern Prosecco in Toscana-Ambiente. Koffer in Berlin, Leiche im Keller – die ersten Wahlgeschenke schmieren oder schreiben gar nicht mehr. Es wird zusammengerückt, Floskeln ausgetauscht. Draußen im Regen steht vor verschlossener Tür der Wähler und schaut sehnsuchtsvoll hinein. Die Wahl gilt, Vertrag ist Mandat. Zu spät kommt die Einsicht, wer der wirkliche Verlierer ist.

Neben dem Jungen mit den Bierdeckeln steht die Demokratie und wartet auf den ersten Freier.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren