Runterschalten

Der Wahlkampf und die Wahlen sind vorbei. Jetzt heißt es für alle, ein paar Gänge runterschalten und offene Gespräche miteinander zu führen. Hinderlich dabei sind Diffamierung und Überheblichkeit.

Bei den Diskussionen im Fernsehen war noch deutlich zu sehen, welche Nachwirkungen Adrenalin haben kann. Bei Gerhard Schröder war festzustellen, daß er grundsätzlich nur Fragen beantworten wollte, die er selber gestellt hat. Sein Verhalten gegenüber Frau Merkel war streckenweise peinlich. Fast hörbar war, was er wirklich denkt: „ Entweder werde ich wieder Kanzler oder ihr könnt mich mal.” Das könnte ein möglicher Schritt Richtung Wahlwiederholung sein. Oder aber sein Abschied aus der Bundespolitik. Denn eins ist sicher. Jemand der so voller Selbstbewusstsein strotz, jemand, dessen Ego kurz vorm platzen ist, so einer wird nicht die Oppositionsbank drücken wollen.

Bei sämtlichen Parteien wird morgen früh der politische Kater einsetzten. Möglich Koalitionsparteien wären rechnerisch auf jeden Fall CDU/CSU und FDP. Dabei wäre auch vorstellbar, daß eine große Koalition weder mit Merkel noch mit Schröder aufgestellt wird. Von Seiten der SPD könnte es auf Franz Müntefering hinauslaufen. Bei der CDU/CSU gäbe es den Schattenspieler Roland Koch oder aber Peter Müller. Eine Konstellation Müller/Müntefering würde für Deutschland viele Chance bieten, in den zumindest nächsten zwei Jahren vieles richtig zu machen ohne mit zu großen sozialen Härten aufzuwarten.

Letztendlich bleibt dies aber alles Kaffeesatzleserei.

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