Blutaktien

Blutaktien

Wie der stern in seiner neusten Ausgabe berichtet, hat die Deutsche Bank Aktien der Hena Rebecca, einer chinesischen Fabrik, die Zwangsarbeiter in Straflagern beschäftigt, gekauft. Der Vorwurf wurde bereits am 29. August in einer Presseerklärung der Gesellschaft für bedrohte Völker geäußert.

Gerade bei einem Unternehmen, welches im Dritten Reich nicht unerheblich an der Ausbeutung der Zwangsarbeiter, KZ-Insassen und Kriegsgefangenen verdient hat (vgl. dazu die OMGUS-Untersuchung und den Eintrag bei wikepedia.de) ist das ein unrühmlicher Beitrag zur Kontinuität im Handeln. Selbstverständlich stellt die DB AG dies anders da, denn dort heisst es auch in Bezug auf die Zeit zwischen 1933 und 1945 „Anpassung an den NS-Staat”. Für die Anpassung hat die Deutsche Bank wohl kaum 12 Jahre benötigt.

Dieses Verhalten zeigt, daß in den Augen der Deutschen Bank nicht nur offene Handwerkerrechnung in Höhe von 50 Millionen Peanuts sind, sondern auch gleiches für die Menschenrechte gilt. Das eine deutsche Firma nicht ein Mindestmaß an Anstand einhalten kann erstaunt gerade auch deshalb, da sich auch die Deutsche Bank den Prinzipien des Global Compact (vgl. auch unaxis und GTZ) verpflichtet hat. Zu den zehn Prinzipien gehört auch, alle Formen von Zwangsarbeit bzw. erzwungener Arbeit auszuschließen. Der Kauf von Aktien einer Firma, die Zwangsarbeiter beschäftigt, ist ein klarer Verstoß gegen diese Grundsätze.

One Reply to “Blutaktien”

  1. Die Deutsche Bank fühlt sich wie kaum ein anderes Institut in Deutschland nur einem verpflichtet, dem eigenen Profit. Der Kunde ist dem Unternehmen eh egal, alle anderen Menschen sowieso. Aber sie befindet sich ja in guter Gesellschaft mit den anderen großen deutschen Unternehmen…

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren