Lachen verboten

Lachen verboten

Das einem mit Otto Schilly als Innenminister das Lachen vergehen kann, ist schon lange bekannt. Wie ernst er es aber sogar wörtlich meint, wird nicht nur angesichts des neuen Preises für den Reisepass deutlich, der Dank biometrischer Merkmale (aufwendiger) statt bisher 26 Euro für 59 Euro über die Theke gehen wird.

Zukünftig muss der Delinquent Passantragsteller für sein Foto auf das Lächeln verzichten und einen möglichst neutralen Gesichtsausdruck machen. Begründet wird dies mit technischen Erfordernissen, da ein Lächeln die automatische Gesichtserkennung erschwere. Stellt sich die Frage, was noch alles an Regelungen und Gesetzen zur Abschaffung der Demokratie im Rahmen der Terrorbekämpfung auf uns zukommen wird, die dann wohlmöglich auch wieder technisch notwendig sind.

Da im Rahmen der Richtlinien, die an Behörden und Fotografen versandt worden sind, Ausnahmen aus religiösen Gründen gestattet sind, empfiehlt sich rechtzeitig die Neugründung einer Religionsgemeinschaft. Kernelement des Glaubens sollte dann die höfliche Begegnung gegenüber seinen Mitmenschen sein, die zwingend ein ständiges Lächeln (kein dümmliches Grinsen wie bei manch anderer Religion) erfordert.

3 Replies to “Lachen verboten”

  1. Schneller..hihi *g*
    Aber das es religiösen Gruppen erlaubt ist dennoch zu lächeln ist interessant…da kommt man doch ins Grübeln….ständiges Lächeln erforderlich? Also da käm doch z.B das Christentum in Frage..zumindest das nach Ned Flanders ;)

  2. Wir sind doch alle Buddhisten, oder?

    Buddha hat uns doch gelehrt, allem mit Gleichmut und Freundlichkeit zu begegnen.

    Auf Deutsch: Jeder hat unser schönstes Lächeln verdient!

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren