Terrorwahn trifft Rassismus

Im law blog berichtet Udo Vetter unter der Überschrift „Sieben Stunden” davon, was jemanden passieren kann, der seinen Ausweis nicht mit sich führt. Während die ersten Kommentare sich hauptsächlich damit beschäftigen, ob oder ob nicht eine Verpflichtung in Deutschland besteht, seinen Personalausweis oder Pass mit sich zu führen, enthält der eigentliche Beitrag aber weit aus mehr Brisanz.

Statt mit einer Verwarnung davon zu kommen, wurde die betreffende Person sieben Stunde auf einer Polizeiwache festgehalten und seine Wohnung mit deutscher Gründlichkeit durchsucht.

Mir liegt dabei das hässliche Wort Rassismus auf der Zunge, aber das möchte ich unseren Ordnungshütern nicht direkt unterstellen. Politisch korrekt formuliert haben sie wohl etwas zu übereifrig reagiert – der Mann hätte auch wohlmöglich ein Terrorist sein können. Schließlich hatte er eine nicht-weiße Hautfarbe, was schon ein eindeutiger Hinweis auf eine mögliche Täterschaft gewesen ist.

Wer sich manchmal amerikanischer Verhältnisse in Deutschland wünscht, übersieht, daß wir diese zum Teil schon haben – sehr zum Nachteil unserer Demokratie und unseres Rechtsstaates.

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