Ein Grund mehr

Ein Grund mehr

Der CSU-Generalsekretär Markus Söder serviert über die Süddeutsche Zeitung wieder einen Grund mehr, warum man am 18. September nicht CDU/CSU wählen sollte:

“Wir stellen die Alternative im Wahlkampf aber deutlich dar: Die SPD steht für einen Vollbeitritt der Türkei, die Union für die privilegierte Partnerschaft. Wer den EU-Beitritt der Türkei nicht will, muss Union wählen.”

Hoffentlich merken sich das unsere Mitbürger mit türkischen Wurzeln. Auch unter denen soll es noch einige CDU-Wähler geben.

An einer Aufnahme der Türkei in die europäische Union führt kein Weg vorbei. Nur eine Vollmitgliedschaft würde das ehrliche Interesse einer Integration und Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Europa belegen. Wie kein anderes Land, dass sich aktuell um eine Mitgliedschaft in der EU bemüht, gehört die Türkei dazu. Weit reichen die historischen Wurzeln und die Gemeinsamkeiten. Eine Mitgliedschaft würde für beide Seiten ein Gewinn sein. Wer das leugnet, wer so blind dumme Aussagen von sich gibt wie Herr Söder, ist ein christlicher Fundamentalist, ein politischer Terrorist, der einen enorme Flurschaden hinterlässt. Der EU-Beitritt der Türkei eignet sich nicht als billiges Wahlkampfthema. Wer das versucht, ist Demagoge und kein Politiker. Für solche verbalen Brandstifter gibt es keinen Platz in Deutschland, keinen Platz in Euopa. Der Bedarf dannach wurde schon vor 72 Jahre mehr als gedeckt. Daraus sollten wir gelernt haben.

Statt zu danach zu suchen, was uns trennt, sollten wir suchen, was uns unterscheidet und gegenseitig bereichert.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren