Noch ein verStoiber

Noch ein verStoiber

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich bei den Wählern beliebt zu machen. Ungeachtet dessen sucht sich Edmund Stoiber immer wieder Formulierungen heraus, mit denen er genau das Gegenteil erreicht:

Ich akzeptiere nicht, dass erneut der Osten bestimmt, wer in Deutschland Kanzler wird. Es darf nicht sein, dass die Frustrierten über das Schicksal Deutschlands bestimmen.

Mit solchem Standpunkt widerlegt er die nachfolgende Aussage, die genau wie das erste Zitat auch bei einer Wahlk(r)ampfveranstaltung in Schwandorf aus seinem Mund entwichen sein soll:

Wir haben leider nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern

Das die Menschen (nicht nur in Ostdeutschland) frustriert sind, kann man kaum bestreiten. Aber sie sind wohl auch über das Schicksal Deutschlands frustriert, dass von einer Kaste bestimmt wird, die sich selbst als den klügsten Teil der Bevölkerung betrachtet.

2 Replies to “Noch ein verStoiber”

  1. Dazu kann ich nur sagen, wir haben die Politiker bekommen, die wir verdient haben.

    Wir sind eine unpolitische, medienverblödete Hammelherde geworden…leider gibt es nur wenige, die dieser Tage noch ihren Kopf benutzen. Noch nicht mal meine Kinder kann ich ausreichend davor schützen, so mächtig ist die Dummheit in Deutschland inzwischen geworden.

    Ich schäme mich dafür, was wir unseren Kindern hinterlassen und das sollten auch 80.000.000 andere Deutsche tun.

  2. cozmic ich stimme dir vollkommen zu!
    So ganz selber Schuld sind wir allerdings nicht, da das Phänomen ja ein geplantes, absichtliches Mittel ist ein Ziel (welches genau ist steitbar) zu erreichen.
    In sofern kann man nicht der Schafsherde die Schuld geben, sondern die Schäfer sind es, die die Richtung bestimmen (abgesehen von den Schäferhunden, die auf Befehl gehorchen, dafür aber auch keine volle Verantwortlichkeit tragen)

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren