Blog als Film

Gerade eben bei heise online über den Block “Greek Tragedy”, deren Autorin Stephanie Klein sich an Hollywood verkauft hat – zumindest ihre Story. Seit anderthalb Jahren (he, so manch andere Blog ist deutlich älter) schreibt sie über die Details ihres Lebens und läst selbst die intimsten Details nicht aus (mach euch keine Hoffnungen, ich werde auch weiterhin darauf verzichten).

Wie man auf die Idee kommen kann seinen Blog als Buchform zu verkaufen und anschließend verfilmen zu lassen, ist mir rätselhaft. Letztendlich bleibt es aber jedem selber überlassen, sich öffentlich zum Deppen zu manchen. Was manch einer für Warhols berühmte 5-Minuten-Öffentlichkeit zu tun bereit ist, wissen wir spätestens seit Big Brother.

Was mich wirklich stört, sind die Kommentaren zu dem Artikel bei heise online. Da werden Blog insgesamt verunglimpft und Kübelweise Spott verschüttet. Vermutlich ist das wohl Neid, der aus den Kommentaren spricht. Neid auf ein kleines dickes Mädchen mit griechischer Abstammung, das erwachsen geworden ist und geschafft hat, berühmt zu werden. Ich bin nicht neidisch, ich würde mich nur halt nicht verkaufen (na gut, es kommt letztendlich wahrscheinlich auf die Summe an).

Die wirklichen Verliere sind wahrscheinlich nur die armen Schweine, die sich die Verfilmung hinterher im Fernsehen ansehen. Ich jedenfalls werde weiterhin blogen, weil es mir in erster Linie Spaß mach und mich anhält, regelmäßig zu schreiben. Niemand wird gezwungen, meinen Blog zu lesen – aber über höhere Einschaltquote freue ich mich natürlich immer.

Kommentar verfassen