Recht zu haben, kann manchmal sehr schmerzhaft sein. Die Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt hat zwar nichts beunruhigendes ergeben, dennoch war ich nach dem Termin nicht erleichtert. Das lag nicht an der halben PZR, die ich bekommen habe. Wer sich jetzt fragt, was PZR bedeutet: Professionelle Zahnreinigung. Genauso wie andere Abkürzungen beim Zahnarzt löst das immer wieder Unzufriedenheit aus. Kann man nicht so reden, dass es auch der Patient (=Kunde) versteht? Aber ich schweife wieder ab. Die halbe PZR habe ich aus zwei Gründen bekommen. Einmal um mir zu zeigen, dass es sich lohnt 65 Euro in eine PZR zu investieren und zum anderen, um Wartezeit zu überbrücken. Sozusagen als kleine Entschädigung, dass ich länger warten musste, obwohl ich einen Termin hatte – erstaunlich, so was ist mir bei einem normalen Arzt noch nie passiert, sollte aber durchaus Schule machen.
Nun aber zum Eigentlichen. Beunruhigt hat mich, dass mein Zahnarzt auch der Meinung war, dass ich zum Kieferchirurgen gehen und die Entfernung der unteren Weisheitszähne anvisieren sollte. Nicht wirklich gut. Aber jetzt kann ich es mir noch aussuchen, wann ich sie entfernen lassen will. Sollten sie sich tatsächlich mal entzünden, habe ich keine Wahl mehr.
So ganz passt der Titel nicht. Es müsste unter Wasser gesetzt heißen. Zumindest ist es das, was ich mit der Küche gemacht habe. Bevor ich aber genauer auf das heutige Thema eingehe, fällt mir noch was zum Thema Euro ein. Das einmalige am Euro ist, dass man in Deutschland beim Bäcker mit einem Franzosen einen Amerikaner kaufen.
Gut, der war vielleicht etwas flach, aber nicht so schlüpfrig wie eine nasse Küche – und schon habe ich einen eleganten Bogen geschlagen zum eigentlichen Thema (oder auch nicht). Nach dem ich schon länger davon überzeugt bin, dass man(n) nichts sauber machen kann, ohne etwas anderes dreckig zu machen, würde ich heute noch zufügen, dass es Männern anscheinend nicht möglich ist, Geschirr zu spülen, ohne die halbe Küche unter Wasser zu setzten. Gut ich könnte mich jetzt rausreden damit, dass das Spülbecken einfach zu klein ist um einen Wok anständig darin sauber zu machen. Somit wäre also das Spülbecken schuld und nicht ich. Aber ich stehe zu meinen Fehlern (zumindest wenn man sie mit einem trockenen Lappen wieder beheben kann).
Man achte auf die Schreibeweise. Senseo nicht Sensei (weil das wäre japanisch und meint nicht die Kaffeemaschine von Phillips). Also gut, zur Sache. Wir haben uns eine neue Kaffeemaschine gekauft. O.K., ich muss dazu noch was vorweg erklären. Seit einigen Wochen schmeckt uns der Kaffee aus unserer geliebten Kaffeekanne nicht mehr – so ein Teil von Bodum, wo das Kaffeepulver reinkommt, heißes Wasser drüber und nach 5 Minuten der Prött (so nennt man das Zeug am Niederrhein) nach unten gedrückt wird. Keine Ahnung, woran das liegt. Vielleicht haben wir einmal vergessen, die Kanne sofort sauber zu machen und in dem Sieb hat sich was abgesetzt über das ich jetzt lieber nicht nachdenken möchte. Auf jeden Fall schmeckt der Kaffee nicht. Kann natürlich auch sein, dass wir mehrmals hintereinander einfach nur alten Kaffee erwischt haben, obwohl wir immer ganzen Bohnen (Tchibo Privat Kaffee) nehmen und selber mahlen. Da wir den Kaffee bei real,- kaufen, würde mich das nicht wundern.
Jetzt haben wir auch eine diese Kaffeemaschinen, die sich gut mit einem Drucker vergleichen lässt – ähnlich wie Druckerpatronen sind auch die Kaffeepads sau teuer. Macht aber nichts, da wir nicht sehr viel Kaffee trinken sondern meistens Tee. Bei geringem Verbrauch hat man so auf jeden Fall immer frischen Kaffee.
Auf jeden Fall schmeckt mir der Kaffee jetzt wieder. Zwar anders als vorher und wir werden sicher noch mal probieren, ob die klassische Methode nicht irgendwie doch wieder funktioniert, aber Kaffee aus der Senseo-Maschine schmeckt. Komischerweise sogar bei uns zu Hause besser als bei diversen Vorführungen. Ich vermute mal, dass das daran liegt, das wir entkalktes Wasser verwenden. Die in der Werbung versprochen Crema hat er zur Genüge.
Wir haben uns das abgebildete Modell geholt – die Farbe sprach uns an und erinnerte irgendwie an Produkte eines ganz anderen Herstellers …
Immer wieder gibt es neue Trends – dabei stellt sich die Frage, ob man wirklich jede verrückte Idee mitmachen muss. Umgekehrt könnte man allerdings auch fragen: Warum eigentlich nicht?
Podcasting ist eine solcher Ideen. Auch wenn ich jetzt maßlos pauschalisiere, würde ich das ganze als Audio-Blog bezeichnen. Gut, das war vielleicht doch zu pauschal. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann danach googeln oder podcast.de anzurfen. Ein paar der Feeds habe ich schon in iTunes importiert, darunter auch den Feed Schlaflos in München von Annik Rubens – sehr zu empfehlen, nebenbei gesagt
Da ich meine Stimme absolut grauenhaft finde (zumindest wenn ich sie selber höre), werde ich wohl nur konsumieren statt selber auf Sendung zu gehen. So gesehen geht der Kelch, äh Trend an mir vorbei. Den einen oder anderen Podfeed werde ich aber gerne auf den iPod mini packen.
Es gibt sehr sehr viele Dinge, die ich mir vorstellen kann. Manche Sachen sind aber so absurd, die würde man sich bei normal gesundem Verstand niemals vorstellen. Die stehen dann in der Zeitung und haben sich wirklich ereignet. Folgendes war gestern in der Süddeutschen Zeitung unter der Überschrift Eltern empören sich über Regenbogenbilder zu lesen:
Ein Regenbogen auf der Kindergartenzeichnung einer Vierjährigen hat in den USA für Aufregung gesorgt. Der Regenbogen sei ein Symbol der Homosexuellenszene, klagten besorgte Eltern in Geneva im Bundesstaat New York laut Pressebericht. Der Kindergarten hat sich für den Vorfall entschuldigt und umgehend die Zahl der Farben bei seinen Stiften limitiert.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich darüber lachen oder weinen soll.
Normalerweise wird hie bei den Boley’s die Wäsche ganz klassisch gewaschen, nämlich mit und in einer Waschmaschine. Heute habe ich eine Hose und ein Hemd mal etwas anders gewaschen. Das liegt nicht daran, dass Nadine zur Zeit nicht da ist, sondern eher daran, dass ich die Zeichen an der Wand bzw. am Himmel nicht gesehen habe und ohne Regenschirm in der Stadt war. Auf dem Rückweg wurde es immer dunkler. Kurz vor der Haltestelle, an der ich aussteigen musste, regnete es dann in Strömen. Ich hätte nie gedacht, dass man in zwei Minuten wirklich komplett nass werden kann. Unterstellen hätte auch nicht geholfen, zumal in der Wohnung einige Fenster offen waren und das Tarp noch draußen hing. So durfte ich dann in dem Regenschauer auch noch das Tarp einpacken und hätte mir fast noch das Genick gebrochen – nicht weil die Steine auf der Terrasse so rutschig waren – das ist zum Glück nicht möglich – sondern weil die Kacheln im Badezimmer nicht nur nass waren, sonder das Badezimmer mehr oder weniger unter Wasser stand.
Nadine ist übers Wochenende zu einer Freundin gefahren und ich stehe dadurch zum ersten Mal seit langer Zeit vor dem Problem, was ich mir koche. Besonders jetzt, wo das Wetter heiß und der Kopf träge ist, fällt es schwer, sich auf eine Menüplanung zu konzentrieren. Für heute hatte ich mir eine Käseplatte mit einem gut gekühlten Wein ausgedacht – was aber für morgen und was für Sonntag? Es sollte nichts sein, was man nicht allein aufessen kann.
Salat würde sich anbieten. Samstag einen Ruccola-Salat mit Kirschtomaten, Balsamico-Esssig und Rindfleischstreifen. Für Sonntag Bulgur und Lamm. Hört sich eigentlich ganz gut an – Zeit also, am Samstagmorgen die neue Feinkostabteilung bei Karstadt zu testen und gegebenenfalls noch zum Markt zu gehen – für Erdbeeren oder anderes frisches Zeug….
Morgens, kurz vor acht. Außentemperatur bei 18 Grad. Den ganzen Tag über in einem klimatisierten Gebäude verbracht. Nachmittags, 16 Uhr. Die Sonne brennt bei 31 Grad. Der Übergang läst sich treffend mit einem Wort zusammenfassen: Uff!
Eine neue CDU-Regierung wird dafür sorgen, dass die Besserverdienenden in Saus und Braus leben können. Dazu ist vorgesehen, den Spitzensteuersatz zu senken. Da das Ganze ja auch irgendwie finanziert werden muss, hebt man gleichzeitig die Mehrwertsteuer auf 20% an, wobei auch die Ausnahmeregel für Lebensmittel, Zeitschriften und Bücher abgeschafft wird. So wird die Finanzierung des Luxus weniger von allen fairerweise getragen. Mein Vorschlag dazu wäre, die Sektsteuer abzuschaffen, damit CDU und Spitzenverdiener ausgiebig die Abschaffung christlicher und sozialer Werte feiern können, bevor sie das Licht am untergehenden Standort Deutschland ausmachen und mit ihrer Yacht in die nächste Steueroase entfliehen, während dem Harz IV Empfänger nur noch der Strick bleibt.
Heute in Gütersloh. Nach einem anstrengendem Tag dachte ich, im Bus Richtung Bahnhof sitzend, es wäre eine gute Idee, mal eben mit Nadine zu telefonieren. Nach einiger Zeit bekam ich vom Busfahrer die Aufforderung, doch bitte das Handy auszuschalten. Tatsächlich hing auch im Bus ein Handyverbotsschild – warum das da hing, leuchtet mir jedoch nach wie von nicht ein, da ich ja nicht den Bus fahre (in diesem Fall wäre ein Verbot sicherlich passend). Wahrscheinlich hat der Busfahrer in dem Moment, wo er mich zurecht gewiesen hat, sich zumindest für einen kleinen Moment größer und wichtiger gefühlt – durchrauscht vom Gefühl der Macht .