Muttertag

Muttertag

Eine andere Bezeichnung wäre wohl „Tag der Heuchelei“. Das ganze Jahr über wird den Müttern nicht gedacht und sie müssen ihre auferlegten Pflichten tun, ohne das man ihrer würdigt. Als Trost dafür bringt man ihnen am „Muttertag“ ein schlecht gemachtes Frühstück ans Bett – das Geschirr müssen sie hinterher wieder selber spülen. In Deutschland wird dann aufrichtig geheuchelt was das Zeug hält – wie lieb man doch seine Mutti hat etc.

Was nützen die Blumen zum heutigen Tag, wenn einen ansonsten seine Mutter scheiß egal ist, solange sie einem die Wäsche wäscht? Steigern lässt sich das Ganze nur noch dadurch, dass dieses Jahr der Muttertag auf den 60. Jahrestag des Kriegsendes fällt. Das potenziert das Geheuchel noch. Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen beiden Ereignissen ist der, das Deutschland vor 60 Jahre befreit wurde, während am Montag für die Mütter die Diktatur der Pflichterfüllung weitergeht.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren