Eigentlich heißt es ja “Junkerland in Bauernhand”, ein Slogan mit dem in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone (später dann DDR) Großgrundbesitzer in der Zeit zwischen 1945 und 1949 enteignet wurden. Anschließend wurden zwei Drittel der Fläche an Bauern und so genannte Neubauern verteilt. Das aktuelle Urteil des Europäischen Gerichtshofes, den Vorgang damals und den Staatsvertrag zur Deutschen Einheit möchte ich in keiner Weise kommentieren. Was ich mich nur frage, ist, wie es überhaupt möglich sein kann, das ein Mensch 100 Hektar Land oder mehr besitzen kann. Oder auch, wie es möglich ist, dass Land überhaupt jemanden gehört. Ich glaube kaum, das die “Junker” es von Gott bekommen haben. Meiner bescheiden Meinung nach sollte Land grundsätzliche keinem gehören. Es kann einem aber zur Nutzung überlassen werden, um darauf zum Beispiel ein Haus zu bauen, was einem dann natürlich gehört. Für mich ist es einfach befremdlich, dass jemand sagen kann, dass sei sein Land. Diese Welt, dieser Planet gehört eigentlich keinem. Genauso kann man auch nicht sagen, dass jemandem der Mond gehört (oder ein Grundstück darauf).
Das Fleisch zerging auf der Zunge und ein wunderbarer Geschmack erfüllte seinen Mund. Genussvoll spülte er die Reste mit einem Single Malt hinunter. Das war wirklich das beste Essen in seinem Leben. In 15 Minuten würden sie den Stuhl für ihn anschalten.
Heute gab es einen sehr interessanten Artikel in der SZ, in dem von einer genetischen Mutation die Rede war, die auf die Pest im Mittelalter zurückzuführen sei. Die gleiche Mutation, die damals dazu führte, das Menschen immun gegen die Pest waren, schütz heute gegen AIDS. Etwa 10% der europäischen Bevölkerung (hier hat die Pest am stärksten gewütet und führte so zu einer Selektion) weisen die Veränderung in dem Eiweiß CCR5 auf. Nachzulesen ist das ganze im Journal of Medical Genetics, Bd. 42 S. 205, 2005 oder eben als Zusammenfassung in der SZ vom 29. März 2005 auf Seite 10.
Osterei, gerade gekochte, habe sicher Probleme mit dem Schwimmen. Was besonders schlecht ist, da Ostern dieses Jahr zumindest vom Wetter her in Wasser gefallen ist. Einzig und allein die Eier von real.- treiben auf Grund des abgelaufenen MHD’s oben. Statt im Trüben zu fischen, verbringt man die Feiertage lieber in der Wohnung bei unbedenklichen Schokoladeneiern und umgeht das schlechte Fernsehprogramm durch den Zugriff auf eingut gefülltes Spieleregal.
Sollte der Osterhase noch mal, nach dem er aufgeregte WoW-Spieler mit Schokolade zum Schweigen gebracht, vorbeischauen, wird er zu einem Stück Karibischer Pizza eingeladen und nach ausgiebigen Weingenuss in der Kühltruhe verstaut. Schließlich steht bald wieder Weihnachten vor der Tür und man muss schon mal vorsorgen wegen des Festtagsbratens.
Dieses Jahr ist der Beginn der Sommerzeit irgendwie an mir vorbei gegangen. Gut, ich halte nicht viel von ihr, aber dass ich auf zwei verschiedene Uhren schau, dort unterschiedliche Zeiten sehe und erstmal nicht verstehe, warum, ist neu. Dadurch das die eine funkgesteuert ist, hatte sie natürlich schon die neue Zeit. Das erklärte auch im Nachhinein die komischen Kratzgeräusche aus der Küche – sie hat sich umgestellt. Was aber auch wiederum aussagt, das ich zu dieser Zeit noch wach war und WoW gespielt habe.
Samstags nach und einem und vor zwei Feiertagen im Supermarkt einkaufen zu gehen ist sehr gewagt. Ein Abenteuer für sich, wenn hoch gefüllte Einkaufswagen wie Flüchtlingstrecks durch den Markt ziehen, sich an der Kasse knubbeln und man in der Obstabteilung mit Mühe und Not noch die vorletzte Mango ergattern kann.
Endlich wurde mein stilles Gebet erhört. Vom Autor meiner Lieblingskolumne in der SZ am Samstag ist jetzt ein Buch erschienen. Jeden Samstag sind die Kolumnen von Juan Moreno das Erste, was ich lese. Eine sehr schöne Einstimmung auf das Wochenende ist das jedes Mal. Die lakonisch-witzigen Geschichten des Deutsch-Spaniers treffen einfach immer den richtigen Ton. Im Grunde kann man wirklich jedem aus der Ü30U40-Generation das Buch “Von mir aus” empfehlen. Am besten sollte man gleich zwei kaufen. Eins zum selber lesen und eins zum verschenken.
Wenn ich manche Charakter auf Level 50 öder höher in “World of Warcraft” sehe, frag ich mich ernsthaft, wie viel Zeit die dazugehörigen Spieler überhaupt noch mit dem wirklichen Leben verbringen. Nach einer Phase des sehr intensiven Spielens bin ich auf Stufe 37. Das ist schon sehr weit und hat auch einiges an Zeit verbraucht, die für andere Sachen dann gefehlt hat. Ich male mir in meiner Phantasie lieber nicht aus, was man anstellen muss, um in der gleichen Zeit in Wochen gerechnet auf Level 60 zu kommen.
Toppen läst sich das ganze auf jeden Fall noch: Wenn Spieler mit Level 60 Charakter sich im offiziellen Forum beschweren, das ihnen Langweilig ist, weil es keine Spielinhalte mehr für ihren Charakter gibt.
Wenn man von seinem Handy aus über sein Telefonbuch eine bekannte Nummer wählt und plötzlich ganz woanders auskommt, kann das schon sehr verunsichern.
Ich hatte versucht, Nadine auf ihrem Handy anzurufen. Nach längerem Klingeln sollte eigentlich der Anrufbeantworter anspringen. Stattdessen setzte er Klingelton kurz aus. Dann klingelte es leiht verändert weiter. Als abgenommen wurde, war nicht Nadine dran, sondern eine mir unbekannte Frau. Was ich aber erst wusste, nach dem ich sie mit Nadine angesprochen hatte. Irgendwie gruselig. Die einzige Erklärung, die mir dazu einfällt, wäre ein kurzzeitiges Wegfallen des Netzes, da ich auch unterwegs war. Beim Wiedereintritt ist dann die Nummer durcheinander geraten. Oder es gibt irgendwo bei O2 eine geheimnisvolle Rufumleitung.
Wenn jemand sagt, er wird mit seinem Ehemann ein Film schauen – folgt daraus nichts. Zumindest nicht in Bezug auf das Geschlecht desjenigen, der die Aussage macht. Wer dann, wie ich voreilige Schlüsse zieht, kann, je nach Land in dem derjenige wohnt, von dem die Aussage stammt, ins Fettnäpfchen treten. Es gibt nämlich auch Länder, in denen die Heirat sind Menschen gleichen Geschlechts durchaus erlaubt ist – nicht so, wie in Deutschland, wo es das armselige Modell der “eingetragenen Partnerschaft” gibt. Ich für meinen Teil schäme mich dann immer für mein Land, weil es so rückständig ist. Gleichzeitig muss ich selber noch an mir arbeiten, damit ich nicht automatisch falsche Rückschlüsse ziehe. Die entstehen dann, wenn man ein klassisches Rollenbild einfach als gegeben voraussetzt.
Das Schöne am Internet ist, dass man sehr unterschiedliche Menschen kennen lernen kann, denen man nicht unbedingt so begegnen würde. Durch das besondere Setting ist man auch frei von Vorurteile und lerne eine Person auf Grund ihres Verhaltens zu schätzen.