28.

Papierkram

Nach mehreren Wochen faulenzen – gut, das war jetzt mir gegenüber gemein – habe ich es endlich geschafft, mich durch den Briefberg zu beißen und diverse Dinge zu erledigen. Einschließlich meiner Exmatrikulation von der Uni Bielefeld. Ein Schritt, der mir sehr schwer gefallen ist, aber durch den Umzug sind die Studiengebühren einfach unbezahlbar geworden. Zumal ich nicht mehr nach Dortmund fahren muss und daher nicht auf das Semesterticket in dem Umfang angewiesen bin. Trotzdem ein komisches, sehr komisches Gefühl (wobei die Formulierung auf dem Vordruck sehr trösten war, dass man sein Studium mit einer Exmatrikulation auch unterbrechen kann).
Jetzt heißt es, nach Vorne zu blicken und sich auf die Abschlussprüfung zu konzentrieren.

28.

Drei Sterne

Zumindest war es ein Drei-Gänge Menü, welches es heute zum Abendessen für einen Gast, Nadine und mich gab. Mir hat es geschmeckt – das liegt nicht nur daran, dass ich dafür am Samstag und heut einsgesamt 4 Stunden in der Küche gestanden und gekocht habe. Als Vorspeise gab es Tomatensuppe, dann Lammkeule mit Gemüse vom Blech und als Nachtisch Campari-Götterspeise.
Aufwendig alles, aber als Belohnung für den fleißigsten Helfer und Fahrer beim Umzug durchaus angemessen.

26.

Schlüsselübergabe

Heute haben wir noch einen abschließenden Rundgang mit dem Eigentümer durch die alte Wohnung absolviert und dabei die Schlüssel übergeben (obwohl ich mich angesichts seiner Gegenwart selber auch gerne übergeben hätte …).
Damit ist das Kapitel endlich abgeschlossen. Man kann nur hoffen, dass ihnen die Decke auf den Kopf fällt oder so ähnlich.

25.

Stellvertreterdemonstranten

Für Menschen, die keine Zeit haben oder sonst wie beschäftigt sind, gibt es glücklicherweise Stellvertreterdemonstranten. Meistens wachsen sie an örtlichen Gymnasien nach, nicht selten sind sie auch in der Schülervertretung engagiert oder anderweitig politisch aktiv. Sie setzten sich dann zum Beispiel für Themen wie “Nachtfahrverbot für LKW’s” ein, während sie gleichzeitig mit ihren Eltern in einer Villa im Grünen leben. Der Betroffene Bürger, der an einer Straße wohnt, kann sich so das protestieren sparen.

Mein Gott bin ich heute wieder ätzend. Dabei war ich früher aus der Sicht von anderen auch so ein Stellvertreterdemonstrant. Solange ich aber noch kein Auto habe und ADAC-Mitglied bin, muss ich mir aber noch keine ernsthaften Gedanken um meine geistige Entwicklung machen.

24.

Spiel im Kopf

Nicht nur mit World of Warcraft beschäftige ich mich zur Zeit, sondern auch noch mit einem anderen Spiel. Allerdings hat das noch kein richtigen Namen und wird auch ein Brettspiel – wenn es fertig ist. Momentan geistern in meinem Kopf nur ein paar Ideen herum, die ich noch miteinander verbinden muss. Auf jeden Fall ist das hervorragend geeignet, um darüber einzuschlafen, wenn man im Bett darüber grübelt.

23.

Anstellen marsch marsch!

Nicht jede Veränderung ist schlecht. Es gibt auch Entwicklungen, die ich sehr lobenswert finde. Früher war es bei der Bürgerberatung (Personalausweis ändern lassen etc.) so, dass man sich für einen Bedienplatz entscheiden musste und dann in der entsprechenden Wartezone warten durfte. Anstrengend dabei war es, darauf zu achten, wer vor einem dran war und wer erst später. Vor allem nervten die Vordrängler.

Das ist in Bielefeld Vergangenheit. Wie Nadine und ich gestern feststellen durften, gibt es nun einen zentralen Warteplatz, eine Anzeigetafel und Nummern, die man sich ziehen muss. Wenn man dran ist, wird die Nummer angezeigt und der zugewiesenen Warteplatz. Alles völlig stressfrei.

23.

Fluch des Heimwerkers

Momentan besteht mein Tagesablauf darin, nach dem Frühstück zu überlegen, was noch in der neue Wohznung zu tun ist. Anschließend wird der örtlich Baumarkt gestürmt. Frisch bewaffnet wird dann der Wohnung zu Leibe gerückt – natürlich unter Einhaltung der örtlichen Ruhezeiten. Abends steht dann das Tragen von Kisten aus dem Keller der alten Wohnung auf dem Programm. Ich hoffe, dass das bis zum Ende der Woche aufhört und endlich ein normaler Tagesablauf möglich ist.

22.

Geschichten von der Heide

Auf der Titelseite der Süddeutschen Zeitung wurde heute morgen der Wahlsieg der CDU in Schleswig-Holstein verkündet. Später war auf diversen Internetseiten zu lesen, dass Heide Simonis doch Ministerpräsidentin bleiben könnte. Zu knapp war der Vorsprung von CDU und FDP. Mit Hilfe der Südschlesischen Wählervereinigung könnte Simonis dann an der Macht bleiben.

Amüsant fand ich beim Frühstück dann im Zusammenhang mit der Niederlage der SPD – die zu dem Zeitpunkt noch feststand – die Äußerung von Franz Müntefering (SPD Parteivorsitzender). Er war sich sicher

das von der Wahl die Botschaft ausgeht, dass die Sozialdemokraten aus dem tiefsten Tal heraus sind und wieder auf dem Weg nach vorn sind

Kann mir mal einer sagen, was für ein Zeug der raucht?

20.

Im Griff der Kälte

Den ganzen Tag über hat es heute in Bielefeld geschneit. Mittlerweile liegen ca. 8 cm Schnee. Gut, Leute aus den Bergen entlockt das wahrscheinlich nur ein müdes Gähnen. Für Bielefeld finde ich es aber erstaunlich – besonders angesichts der Tatsache, dass wir vor zwei Wochen bei unserem Umzug strahlenden Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen hatten.

19.

Auf der Goldwaage

Die Paprika, die wir heute bei real gekauft haben, scheint mit Gold gefüllt zu sein. Wie sonst käme ein Preis von 1,57 Euro für eine Paprika zustande? Für mich ist das auf jeden Fall der Beweis, dass die Preise für Lebensmittel nach der Einführung des Euros deutlich angezogen haben.