Beate, ohne und Weihnachten – Teil X

Der warme Tee tat ihr gut und belebte ihre Sinne. Sie fing damit an, die Zeitung auf dem Küchentisch zu sortieren. Den Sportteil fürs Katzenklo, die Werbung extra. Zum lesen nahm sie sich zuerst den Lokalteil vor. Ihr Blick fiel auf einen Artikel, in dem von jemanden berichtet wurde, der über Weihnachten im Schnee erfroren war. Armes Schein. Wahrscheinlich wieder so ein Obdachloser, der sich vollgesoffen und die Orientierung verlorne hatte. Mit dem nächsten Schluck Tee griff sie zur Werbung, um zu prüfen, wo dass Katzenfutter für Stresemann am günstigsten war. Stresemann hatte seine Lieblingsmarke und rührte sonst nichts an. Kaum hatte sie an ihn gedacht, knarrte die Küchentür und er stolzierte herein, fand seine Futternapf noch ungefüllt und beschwerte sich mit einem lauten Miau. Zumindest hatte Beate diesmal keine Pfote mit Krallen zu spüren bekommen, was wohl hieß, dass Stresemann nichtganz so hungrig oder besonders gute Laune hatte. Eigentlich zwei sehr unwahrscheinliche Dinge.

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