Versicherungen

Als Gott die Welt erschuf, hatte er auch ein Herz für mittelmäßig talentierte Menschen, denen nichts anders über blieb, als anderen Menschen Versicherungen zu verkaufen. Daher erfand Gott dei Katastrophen und Unglücksfälle, gegen die man sich fortan an dann „versichern“ konnte. Schon bei den allerersten Versicherungen zeigte sich jedoch, dass das Prinzip noch nicht ganz ausgereift war. Das von den Kirchen (Versicherungen) von den Gläubigen (Versicherungsnehmern) eingesammelte Geld zu Errettung der Seele eingesammelte Geld wurde für versicherungsfremde Leistungen (Ausbau der Kirchen, Verbesserung des Lebensstiels der Versicherer etc.) ausgegeben. Praktischerweise kam es jahrhunderte lang aber nie zu Regressklagen, da der der Versicherte bei Eintritt des Schadensfalles auch gleichzeitig aus dem Leben getreten war. Erst mit Luther fing man an, über Art und Umfang der Versicherungsleistungen nachzudenken.

Trotz zahlreicher Reformen hat sich das Wesen der Versicherungen bis heute nicht wesentlich geändert – allerdings ist das Angebot breiter geworden und bezieht sich überwiegend auf weltliche Dinge. Das stellt die Versicherungen vor ein größeres Problem, da Art und Umfang der Leistungen damit bereits im Diesseits nachprüfbar werden. Zur Absicherung der Versicherungen wurde daher rechtzeitig der „Verwaltungsvorgang“ erfunden. Im Schadensfall bekommt der Versicherte daher im Regelfall keine der zugesagten Leistungen ausgezahlt, wenn er nicht vorher umfangreiche Dokumente ausfüllt, Belege heranschafft und mindestens eine halbe Ewigkeit auf eine Antwort von der Versicherung wartet – die ihm dann meistens mitteilt, dass die eingereichten Unterlagen leider noch unvollständig seien und der Fall erst bei Vorlage der vollständigen Unterlagen zur Bearbeitung weitergeleitet werden kann.

Was ich eigentlich damit sagen wollte: Heute habe ich endlich den Scheck von meiner Versicherung für das vom Blitzeinschlag getroffene DSL-Modem bekommen. Wohlgemerkt, es ist ein Scheck meiner Versicherung, die monatlich von meinem Konto abbucht, an mich. Eine Überweisung des Betrages hätte ich persönlich praktischer gefunden. Auch war es ein Blitz und kein Feuerschaden und so ganz nebenbei hätte ich auch den Kassenbon wieder, damit ich von der zweijährigen Garantie auf das Gerät auch etwas habe. Aber ich will nicht klagen, schließlich darf ich jeden Monat zahlen.

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