Blutiges Ende

Blutiges Ende

Das Geiseldrama in der russischen Schule ist beendet. Mehre hundert Menschen mussten dafür mit ihrem Leben bezahlen, dass die die Schule von Sicherheitskräften gestürmt wurde. Zahlreiche Eltern und Kinder wurde bei der Befreiung verletzt.

Das es so enden wird, nur so enden kann, hatte ich eigentlich befürchtet. Die Lage ist eigentlich immer die gleiche, egal ob es hunderte von Menschen sind oder nur zwei (wie die beiden französischen Journalisten, die im Irak von Terroristen als Geisel genommen wurden). Ein Staat darf, kann sich nicht die Schwäche leisten, durch eine Geiselnahme erpressbar zu sein. Zumindest ist das die Regel alte Regel gewesen, die abschrecken will. Geiselnahme soll für die Geiselnehmer selber als unkalkulierbares, tödliches Risiko erscheinen, um Nachahmung zu verhindern. Wenn ein Staat sich erpressen läst, mit sich verhandeln läst, wird es neue Geiselnehmer geben, die auch versuchen werden, auf diese Art ihre Interessen durchzusetzten. Nur der sehr wahrscheinliche Verlust ihres eigenen Lebens und das garantierte Misslingen ihre Aktionen schreckt ab. Genau das aber wird nicht mehr funktionieren, wenn die Geiselnehmer ihren eigenen Tod von vorneherein eingeplant haben. Wenn die Durchsetzung ihrer Forderungen nicht ihr Hauptinteresse war, sondern ihr Ziel ein anderes ist. Den Terroristen, die die Schule überfallen haben, ging es vermutlich darum, dass möglichst viele Zivilisten sterben bei der Befreiung, die, wie sie von vorneherein wussten, zwangsläufig erfolgen würde. Je mehr Menschen sterben würden, am besten durch die Hand ihrer Befreier, desto erfolgreicher war die Aktion am Ende. Das Aktionsziel war nicht die Durchsetzung der Forderungen, sonder der Versuch, dem Ansehen der Sicherheitskräfte zu Schaden. Je mehr Menschen sterben durch die Befreiungsaktion, desto stärker wird der Druck der russischen Bevölkerung auf ihre Politiker, denn Konflikt in Tschetschenien zu beenden, so das Kalkül der Geiselnehmer.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren