Merz macht mobil

Merz macht mobil

Friedrich Merz, Fraktionsvorsitzender der CDU Bundestagsfraktion, Machte jetzt den Vorschlag, den Kündigungsschutz für Arbeitnehmer in Deutschland ganz abzuschaffen. Weniger Schutz soll seiner Meinung nach zu mehr Beschäftigung führen, da Firmen schneller einstellen, da sie keine Angst haben müssen, in Krisenzeiten nicht mehr benötigte Arbeitnehmer durchfüttern zu müssen. Begründet wurde da auch noch damit, dass es in Ländern ohne Kündigungsschutz weniger oder gar keine Arbeitslosen gibt. Einen sehr schönes Zita dazu gibt es von Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE:

„Wer permanent die Sozialkultur anderer Länder zum Vorbild erhebt, sollte seine Chance nutzen und in die gepriesenen Länder auswandern.“

Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Man sollte man sich sein Zitat eigentlich groß ausdrucken. Die Beispiel aus anderen Ländern bringen nichts, da sie aus dem Zusammenhang gerissen sind. Man kann nicht einfach ein paar Brocken rauspicken und dann davon ausgehen, dass damit alles besser wird. Macht man es doch, so sollte man zumindest konsequent weiterdenken:

  • Ländern ohne Euro geht es besser
  • In Diktaturen hat die Regierung bei der „Sonntagsfrage“ immer über 90 Prozent
  • Ländern, in denen kein Deutsch gesprochen wird, geht es besser
  • In Ländern ohne Menschenrechte sind die Arbeitslöhne geringer

Die Liste kann man beliebig ergänzen – oder gleich den ganzen Sozialstatt abschaffen bzw. an ein großes Unternehmen verkaufen.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren