Die Million-Manager

Endlich bricht in Deutschland eine öffentliche Debatte über Managergehälter aus. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob sie zu hoch sind, sonder auch um den Vergleichsmaßstab. Es heißt immer, die Gehälter der Manager in den USA seien viel höher und man müsse, auch um ernst genommen zu werden, damit gleichziehen. Auf der anderen Seite hört man von den selben Managern, die für sich amerikanische hohe Gehälter fordern, dass die Löhne der Arbeitnehmer zu hoch seien und in den osteuropäischen Ländern bzw. in Asien die Arbeitskräfte viel billiger sind. Da wäre es doch auch mal angemessen, wenn Herr Schremp das Gehalt eines durchschnittlichen polnischen Managers bekommt, ist ja schließlich auch viel billiger – und wenn er sich weigert, wer sein Job halt nach Asien outgesourct.

Tatsächlich wird diese Debatte im nächsten Sommerloch verschwinden und die Ungleichheit wird weiter bestehen. Genau so, wie Esser und Konsorten im Mannesmann-Prozess freigesprochen worden sind. Mit dem Urteil sollten demnächst Arbeitnehmer in Lohnverhandlungen gehen, denn es hält fest, dass man für seine Arbeit nicht nur ein fettes Gehalt bekommt, sondern noch eine Prämie, weil man seine Arbeit gemacht hat.

Ich vermute, dass die Gehälter der Manager deshalb so hoch sind, damit mit ihren Grabbelfingern nicht an die Unternehmenskasse gehen. Leider müsste dann noch mehr bezahlt werden, damit das dann auch mal wirklich funktioniert.

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