Der frühe Vogel

Dem Sprichwort nach fängt der frühe Vogel den Wurm – oder auch wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Bei ebay-Auktionen gilt das allerdings nicht. Derjenige mit dem letzten, höchsten Angebot gewinnt. Natürlich kann man den Bietagenten nutzen und einen Betrag in Höhe seiner eigen Schmerzgrenze eintragen. Das führt aber dazu, dass sich entweder die Preise relativ schnell nach oben schaukeln oder man im letzter Sekunde überboten wird. Bietet man selber erst sehr spät, sieht man nicht nur, was andere bisher geboten haben, sondern hat auch eine höhere Chance, andere Bieter auszustechen. Bei den Auktionen, die ich in den letzten Tagen verfolgt habe, scheint das schon systematisch zu passieren. Langezeit dümpelt ein Artikel preislich vor sich hin, bis dann in den letzten Sekunden der Preis nach oben schnellt. Manchmal sogar wie von Geisterhand. Ursache dafür kann dann unter Umständen ein Sniper-Programm wie JBidWatch sein, das automatisch kurz vor Ende der Auktion ein Gebot abgibt. Richtig Spaß mach ebay so nicht mehr. Das Einzige, was einem überbleibt, wenn man einen bestimmten Artikel haben möchte, ist technisch aufzurüsten um zumindest gleichzuziehen. Aber selbst dann gibt es nochlange keine Garantie auf den Erfolg.

Da ich ja – eigentlich völlig unnötig – Interesse an einer Xbox habe, versuche ich zur Zeit, diese über ebay zu bekommen. Dabei habe ich mir ein Preislimit inkl. Versandkosten gesetzt, welches 30% unter dem Neupreis liegt. Schließlich könnte ich sonst ohne Risiko, aber mit Garantie ein Neugerät kaufen. So eine Grundregel scheinen aber nicht alle Bieter zuhaben. Bisher war es immer so, das der Preis bis auf wenige Euro an den Neupreis heranreichte. Für mich ist so etwas unverständlich, aber ich mag ja auch keine Glücksspiele im Spielcasino.

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