Ein Bild sagt mehr

Ein Bild sagt mehr

Zu den Geschehnissen im Irak fällt mir der Ausspruch ein: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Die Fotos von den durch amerikanische Soldaten gefolterten und misshandelten irakischen Gefangenen können nicht durch Worte aufgewogen werden. Schon gar nicht durch halbherzige Entschuldigungen oder Ausreden. Das was angerichtet wurde, ist unverzeihlich. Die Würde des Menschen wurde bewusst verletzt, es wurde sich absichtlich über Normen und Wertvorstellungen hinweg gesetzt. Die gesamte sogenannte „westliche“ Welt wurde beschämt. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George Bush, würde gut daran tun, moralische Größe zu zeigen – wenn er denn dazu in der Lage ist.

Dazu bedarf es einer Geste, die ohne Worte einen ehrlichen Wunsch nach Vergebung ausdrückt. Ein Bild, das sich gegen die anderen Bilder stellt. Wie so ein Bild wirkt, kann man an dem Kniefall vor dem Ehrenmahl des jüdischen Ghettos in Warschau von Willi Brandt sehen. Ein sehr starkes Bild. Natürlich konnte es die Schuld nicht aufwiegen, aber es zeigte den ehrlichen Wunsch nach Versöhnung und Vergebung, viel stärker als es Worte vermögen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren