Fernsehnormen

Fernsehnormen

Die Legende vom globalen Dorf und den fallenden Grenzen berücksichtig unterschiedliche Steuer- und Bildungssysteme ebensowenig wie die unterschiedlichen Fernsehnormen. Während in Amerika und Japan NTSC verwendet wird, ist es auf europäischen Fernsehern PAL. Im Reich der PC’s ist so etwas völlig egal. Jedes Spiel, egal aus welchem Land es kommt, läuft auf dem ausgewiesenen Betriebssystem. Bei Konsolenspielen ist das anders. Durch die Fernsehenorm gibt es zum Beispiel von der Playstation 2 zwei Modelle. Eins für NTSC und eins für PAL. Die Spiele werden entsprechend der Fernsehnorm programmiert und müssen, damit sie auf dem jeweils anderen Modell laufen, aufwendig angepasst werden – es sei denn, man verwendet nicht offizielles Zubehör.

In den überwiegenden Fällen sieht die Reihensfolge bei einer Neuveröffentlichung eines Spiels dann wie folgt aus. Zunächst erscheint es in Japan. Ist es erfolgreich oder Erfolg versprechend, wird es für den amerikanischen Markt lokalisiert (=die Texte werden übersetzt, Sprache wird synchronisiert). Erst danach erscheint das Spiel in Europa – aber nicht immer. Für Europa muss ein Spiel in viele unterschiedliche Sprachen übersetzt werden. Zusätzlich muss es auf Grund der unterschiedlichen Fernsehnorm angepasst werden. Zusammen ergibt das ein sehr hohe Hürde, an der einige Spieler scheitern oder die dafür sorgt, dass ein Verzögerung zwischen der Erstveröffentlichung in Japan, dem Erscheinungsdatum in Amerika und dem europäischen Relase liegt, die bis zu einem Jahr lang sein kann.

Gestraft sind alle die, die englisch zumindest verstehen können. Den die amerikanische Version eines Spieles läst sich nicht verwenden – wegen der Fernsehnorm. Insofern sitzen alle europäischen Spieler im gleichen Boot, wenn sie (vergeblich) auf Final Fantasy XI warten. Obgleich in den USA schon erhältlich, ist eine PAL-Version mehr als fraglich.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren