Die Hand

Bleich und nicht mehr fidel lag die Hand in der Badewanne. Heißes Wasser spritzte von den Kacheln und riss die letzten Blutreste mit sich in den Abfluss. Gleich würde man sie in Folie wickeln und zu den anderen Teilen ins Gefrierfach legen. Vorher aber wurde die Kamera abgeschaltet. Mit ihr waren die immer schwächer werdenden Bewegungen der Hand, ihr verzweifelter, dann nachlassender Widerstand aufgezeichnet worden. Ihr Auge war schon immer kalt und frei von Emotionen. Daraus kann man ihr keinen Vorwurf machen. hätte man sie gefragt, so hätte sie nur geantwortet: „Was kümmert mich die Hand? Diese eine Hand ist wie all die anderen Hände davor.“

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