Seit Mitte Dezember spielen Nadine und ich bereits Everquest Online Adventures auf der PS2. In der langen Zeit hat sich zumindest in Bezug auf den Kundeservice nicht viel getan. Es gibt noch immer keinen vernümpftigen deutsche Support, obwohl wir fleißig unseren Beitrag zahlen.
Mit unserem Unmut sind wir allerdings nicht alleine. Bei einem Spielertreffen letzten Sonntag wurde beschlossen, eine Briefaktion zu starten, mit dem die deutschsprachigen Spieler die presse (Spielezeitschriften) auf die Situation aufmerksam machen wollen. Ich denke, ein wenig Lobbyarbeit ist dringend notwendig, damit sich was ändert – schließlich macht das Spiel ja auch Spaß und wir wollen es auch weiterhin noch spielen.
Der Flyer für die Aktion und das Anschreiben an die Presse sind auf der Seite von Alpha Lupus zu finden, einer Domain, die ich ursprünglich mal für den SOCOM-Clan angelegt habe. Seit dem darauf Infos zu EQOA abgelegt worden sind, kann ich einen kontinuierlichen Anstieg der Besucherzahlen verzeichnen. Mittlerweile sind es über 100 Besucher (Visits) pro Tag. Mal sehen, wie viele es werden, wenn die Magazine tatsächlich von der Aktion berichten.
Die Schüler in NRW dürfen sich freuen. Ab nächstes Jahr wird die Schulzeit bis zum Abitur auf 12 Jahre verkürzt. Ein Jahr länger arbeiten, bzw. auf Sozialhilfe angewiesen sein – gerechnet auf die Zeit bis zur Rente. Im Frühjahr 2007 wird dann für Abiturienten ein Zentralabitur eingeführt. Bürokratische Normierung siegt über pädagogische Gestaltung der Abiturprüfungen.
Für alle Schulstufen gibt es in der 10. Klasse zudem eine einheitliche Prüfung zum Erwerb eines “mittleren Bildungsabschlusses”. Was bisher nicht bekannt wurde ist, wem die Änderungen im Schulgesetz zu Gute kommen. Das man die gleiche Stoffmenge in weniger Zeit unterrichten kann, ist ein verbreiteter Irrglaube. Auch Sprüche wie “damals musste ich mit 14 schon in die Lehre” sind fehl am Platz. Jugend und Erwachsen werden sind heute anders. Wir tun daher gut daran, Schülern noch den Schonraum, den sie bis zum Beginn des “Ernst des Lebens” haben, zu lassen. Die Vorteile sind nicht auf der Seite der betroffenen Schülerinnen und Schülern zu suchen, sonder im Haushalt des Landes. Durch eine Verkürzung der Schulzeit können Lehrerstellen eingespart werden. Wieder zeigt sich, das die Bildung von Kindern und Jugendlichen keine Lobby hat.
Die deutsche Sprache ist voll von Euphemismen – besonders dann, wenn man den Bereich Wirtschaft betrachtet. Da spricht man davon, dass eine Firma sich kleiner gesetzt hat, Mitarbeiter freigestellt wurden oder eben von Aufhebungsverträgen. Die Bedeutung und Funktionsweise eines Aufhebungsvertrages durfte ich heute sehr anschaulich selber kennenlernen.
Allen Mitarbeitern meiner Firma wurde ein “unverbindliches Angebot” gemacht. Klingt zwar irgendwie eher nach dem Film Der Pate, ist aber oberflächlich betrachtet eher ungefährlich. Das Angebot besteht zumeist darin, den Arbeitsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen aufzuheben und quasi als “Belohnung” dafür dem Arbeitnehmer eine gewissen Geldbetrag zusätzlich mit auf den Weg zu geben. Der Betrag berechnet sich in den meisten Fällen nach der Formel Betriebszugehörigkeit in Jahren mal halbes Monatsgehalt.
In meinem Fall sind das fünf Jahre Betriebszugehörigkeit, was nicht wirklich verlockend ist. Daher habe ich das Angebot abgelehnt. Zumal ein Aufhebungsvertrag auch einen Pferdefuß hat. Das Arbeitsamt werdet die damit verbunden Kündigung als selbstverschuldet, das bedeutet, dass man für die ersten drei Monate kein Arbeitslosengeld erhält. Damit ist dann in den meisten Fällen bereits die Abfindung aufgebraucht. Hinzu kommt, das es in der momentanen wirtschaftlichen Situation für mich nahezu unmöglich sein wird, in absehbarer Zeit eine neue Stelle zu finden.
Jetzt heißt es erst mal abwarten, was weiter passiert und ob sich Kollegen finden, die ihren Platz räumen, damit andere bleiben können.
Nach 30 Stunden, die ich mit dem Spiel “Golden Sun”( GameBoy Advanced) verbracht habe, läst sich das ganze auf eine Folge von Zeichen verdichten. Die DNA meiner Spielfiguren, samt Goldstücke und Ausrüstungsgegenstände sieht dann so aus:
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Damit kann ich dann mit dem zweiten Teil loslegen – allerdings muss ich vorher noch das obenstehend Passwort eingeben, um meine Charaktere aus dem ersten Teil zu übernehmen. Komisch nur, dass ich solch ein Feature auf der Playstation 2 noch nicht gesehen habe.
Mit dem kürzlich im Vatikan vorgestellten Dokument ‘Das Sakrament der Erlösung’ (Redemptionis Sacramentum) soll den Missbräuchen in der katholische Liturgie entgegen gewirkt werden.
Das Abendmahl, auch unter dem katholischen Pseudonym ‘Eucharistie’ bekannt, hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte nach dem 2. vatikanischen Konzil an die Bedürfnisse der Menschen angepasst. Mithin eine Annäherung an die evangelische Kirche, in der das Abendmahl in Gedenken, nicht als religiöse Ersatzbefriedigung gefeiert wird.
Glaubt man den Ergüssen aus dem Vatikan, so manifestiert sich der heilige Geist nur in edlem Becher, nur in den heiligen Hallen. Das Bühnenbild muss stimmen, sonst geht die Heiligkeit der kulturellen Handlung verloren.
Für einen evangelisch getauften Menschen sieht das Ganze eher nach ‘Ein Pater macht Theater’ aus. Der liturgische Plunder versperrt den Weg zu Gott. Aber darin war die katholische Kirche immer schon unschlagbar drin – den Glauben zu monopolisieren, frei nach den Worten Jesus ‘Es führt kein Weg zu Gott den durch mich.’-
Besonders schwer fällt es mir, die Katholiken zu verstehen, die sich einem Sisyphos gleich immer wieder dagegen auflehnen ohne etwas zu bewirken. Wenn ich mit Adidas Schuhen nicht mehr zufrieden bin, kaufe ich mir welche von Nike. Sollen sie doch alle mit den Füßen abstimmen und in die evangelische Kirche kommen. Just do it, würde Jesus sagen.
Hatte ich schon mal erwähnt, das ich Kaugummis hasse? Das mich der Anblick von Kaugummi kauenden Menschen irgendwie an Kühe erinnert? Was für eine Strafe dann, wenn ich selber Kaugummi kauen muss, weil es die einzige Möglichkeit für mich ist, meine Kieferanspannung zumindest ein Wenig in den Griff zu bekommen. Eigentlich hätte ich letzte Woche damit gerechnet, aber seltsamerweise habe ich diese enorme innere Anspannung, die sich auch auf meine Zähne auswirkt, seit Freitagnachmittag. Liegt wohl weniger an der Belegschaftsversammlung als an einer meiner Kolleginnen.
Aufgaben können nur dann zur Zufriedenheit aller erledigt werden, wenn man genügend Zeit dafür hat und die Anweisungen bzw. Vorschläge eindeutig sind. Wenn etwas schief geht, sollte man genau überlegen, welche die Zusammenhänge dazu beigetragen haben. Dann beliebt es einzelnen Mitarbeiter auch erspart, sich das ganze Wochenende über andere aufzuregen.
Könnte man die geistige Gesundheit eines Politikers an seinen Aussagen erkennen, wäre es um Wolfgang Clement schlecht bestellt. Nach dem seine Aussage zur völligen Freigabe der Ladenöffnungszeiten schon ein Fall für die ver.di Inquisition war, verfällt er immer stärker dem Thatcher-Virus und bekommt bei der Vorstellung einer allgemeinen Autobahngebühr feuchte Träume.
Wirtschaftsminister zu sein bedeutet nicht, Büttel für die Industrie zu sein. Jürgen Möllemann wurde mal als “Quartalsirrer” bezeichnet. Es stellt sich die Frag, wer wann den Mut findet, eine adäquate Bezeichnung für Clement zu finden.
Nichts genaues weiß man. Jedenfalls fühle ich mich so nach der Belegschaftsversammlung. Neben der üblichen Blut und Träne Rede und den Durchhalte- und Blick-nach-vorne-Parolen gabe es keine genauen Informationen. Das einer der drei Geschäftsführer geht, kursierte schon vorher als Gerücht. In welcher Form aber die Einsparungen im Personalbereich auf die Belegschaft niederregnen werden, war auch gegen Ende der Versammlung nicht klar. Die Vertreterin des Betriebsrates relativierte wie üblich die Aussagen der Geschäftsführung und wies darauf hin, dass noch keine Verhandlungen mit dem Tarifpartner stattgefunden haben.
Lohnkürzungen sind aber wahrscheinlich. Die Tatsache, das dies im gleichen Maße auch die Führungskräfte treffen wird, beruhigt mich in keinster Weise. Mathematisch gesehen wäre eine Lohnkürzung von 10% natürlich für alle gleich – nämlich 10%. Subjektiv sieht das aber ganz anders aus. Für jemanden, der zum Beispiel 8.000 Euro im Monat verdient, sind 10% wesentlich leichter zu verschmerzen als für jemanden, der nur 1.500 Euro verdient. Das das keine Haarspalterei von mir ist, zeigt auch ein Blick auf unser Steuersystem. Dort gibt es keine gleiche Besteuerung, sondern eine, die sich entsprechend aus der Einkommenshöhe ableitet.
Auch wenn die Anspannung jetzt weg ist, die Unsicherheit bleibt dennoch. Zwar wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird – laut Sprichwort. Aber es gibt Entscheidungsträger, die ziemlich abgebrüht sind und keine Scheu vor Bauernopfern haben. Lieber eine Mitarbeiter mehr “freistellen”, als sich von einer Prestige versprechenden, aber defizitären Immobilie zu trennen.
In den letzte Tagen habe ich einen stetigen Anstieg meiner Müdigkeit festgestellt. Wenn ich mich nicht dauernd zusammenreißen würde, vermutlich würde ich dann permanent einschlafen. Die Zugfahrt allein reicht nicht aus, um mein Defizit auszugleichen. Dieser Zustand nimmt mir jegliche Energie – selbst meine Einträge hier sind teilweise so flach, dass man sie von einer Teppichkante zu Tode stürzen könnte. Dabei habe ich genug Ideen. Auch jetzt, beim schreiben dieser Zeilen, merke ich, wie die Konzentration aus mir herausläuft. Vielleicht ist es nicht nur die Arbeit, sonder auch mein ständiger Wunsch, möglichst alles gleichzeitig zu machen. Dafür reicht ein Tag nicht aus. Leider wird auch ein Leben nicht ausreichen, aber das ist ein anderes Problem.
Noch brodelt es, aber ich brauche mich nur noch zwei Tage zu gedulden, dann weiß ich endlich, wie es mit meiner Firma weitergeht – wenn es denn weitergeht.
Bei der aktuellen Arbeitsmarktsituation habe ich natürlich mehr als nur ein flaues Gefühl im Magen. Dabei bin ich eigentlich nicht wirklich anspruchsvoll. Allerdings würde ich einen Arbeitsplatz in der Nähe von Bielefeld vorziehen, da mich die tägliche Fahrt nach Dortmund und zurück langsam aber sicher innerlich ausbrennt.
Mein persönliche Hoffnung ist, das es erstmal weitergeht mit der Firma und andere ihren Hut nehmen müssen – vorzugsweise die, die wesentlich mehr verdienen und di edaher auch merh Verantwortung und Schuld zu tragen haben.