Ich war ein Weihnachtsbaum

Ich war ein Weihnachtsbaum

Immer wenn ich in den letzten Tagen am kleinen Park in der Nähe unserer Wohnung vorbei gekommen bin, sind es wieder mehr gewesen, die dort schutzlos und nackt auf der Wiese lagen. Tannen, die sich vor wenigen Tagen noch Weihnachtsbäume nennen durften. Festlich geschmückt haben waren sie der Mittelpunkt in den Familien. Unter ihnen lagen die Geschenke, sie vernahmen jedes Lied, das gesungen wurde und jedes böse Wort und jeden Streit, der trotz des Festes der Liebe ausgetragen wurde. Wenn man ganz nah an die gefallen Bäume geht, fest die Augen schließt und sanft ihre toten Zweige streichelt, hört man sie ihre Erlebnisse leise flüstern.

2 Replies to “Ich war ein Weihnachtsbaum”

  1. Guten Tag,
    Ich würde gerne die kurze Geschichte „Ich war ein Weihnachtsbaum“ für eine Benefizveranstaltung in Wuppertal in unser Programmheft aufnehmen. Erteilen Sie mir die Erlaubnis dafür?
    mfg
    Manfred Klee
    MVE Vocus Focus

  2. Wenn eine Nennung meines Namens als Autor der Gesichte erfolgt, dürften sie diese gerne verwenden. Freuen würde ich mich (ob in elektronischer Form oder als Hardcopy) über ein Belegexemplar, wenn es denn möglich ist.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren