Lissabon – Teil XVIII

Entweder Köln oder Lissabon. Aber was sollte er in Lissabon ohne sein Gepäck, fragte er sich. Das gefundene Geld wäre kein Ausgleich. Die Bahnhofsuhr drängte sich in sein Blickfeld. Gnadenlos verstrich die Zeit, er konnte seine Blick nicht abwenden und fühlte sich gelähmt, unfähig einen klaren Gedanken zu fassen oder eine Entscheidung zu treffen. Aus seiner Starre riss ihn eine scheppernde Dose und eine dazu passende Stimme, die um eine kleine Spende für die Bahnhofsmission bat. Ohne weiter darüber nachzudenken, stopfte er einen Schein in die Dose. Ein warmes Lächeln bedankte sich für die großzügige Spende. Das beste wäre wahrscheinlich, vor dem Schließfach bis zum Ablauf der maximalen Belegungszeit zu warten.

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