Lissabon – Teil XVIII

Lissabon – Teil XVIII

Entweder Köln oder Lissabon. Aber was sollte er in Lissabon ohne sein Gepäck, fragte er sich. Das gefundene Geld wäre kein Ausgleich. Die Bahnhofsuhr drängte sich in sein Blickfeld. Gnadenlos verstrich die Zeit, er konnte seine Blick nicht abwenden und fühlte sich gelähmt, unfähig einen klaren Gedanken zu fassen oder eine Entscheidung zu treffen. Aus seiner Starre riss ihn eine scheppernde Dose und eine dazu passende Stimme, die um eine kleine Spende für die Bahnhofsmission bat. Ohne weiter darüber nachzudenken, stopfte er einen Schein in die Dose. Ein warmes Lächeln bedankte sich für die großzügige Spende. Das beste wäre wahrscheinlich, vor dem Schließfach bis zum Ablauf der maximalen Belegungszeit zu warten.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren