Lissabon – Teil XVI

Lissabon – Teil XVI

Anscheinend schien keiner der anwesenden Gäste sich an den Vorfall zu erinnern, was wahrscheinlich auch an der verbrauchten Menge an Bier zu liegen mochte. Möglichst unauffällig schlich er sich durch das dichte Gewühl. Draußen angekommen, holte er Erstmal tief Luft, als ihn etwas am Ärmel zog. Die Einladung auf ein Bier schlug er dankend aus. In den Taschen seiner Jacke fühlte er das frisch erworbene Geld, die Bibel und den Reiseführer. Ein Blick auf die Uhr erinnerten ihn daran, dass er nicht mehr viel Zeit hatte. Hastig ging er zum Bahnhof. Bei den Schließfächern angekommen, kramte er nach dem Schlüssel. Aber so oft er auch suchte, seine Hände fanden nichts. Wo war der Schlüssel? Auf dem Klo? Irgendwo unterwegs verloren? Fieberhaft dachte er nach. Noch zehn Minuten, bis sein Zug Köln verlassen würde – mit oder ohne ihn, der Fahrplan würde keine Rücksicht nehmen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren