Lissabon – Teil II

Lissabon – Teil II

Währenddessen öffneten die ersten Bäckereien und muntere Frühaufsteher holten sich Brötchen und den „Express“. Die Seiten seines Reiseführers umblätternd, füllte sein Kopf sich wieder mit Träumen. Der Klang von Glas auf Stein riss ihn aus seinen Gedanken. Vor ihm stand jemand, der ihn aus rot unterlaufenden Augen neugierig betrachtete und ansetzte, eine Frage zu formulieren. Die Antwort schon vorwegnehmend, kramte er in seinen Manteltaschen und drückte dem Mann vor ihm etwas Kleingeld in die Hand. Geld, dessen Fehlen ihn später selber schmerzen würde. Ein dankbares Nicken und der Mann war so schnell wieder verschwunden, wie er zuvor erschienen war. Die Taschenuhr mit dem gesprungenen Glas war stehen geblieben. Er musste aufstehen und sich nach der Zeit umsehen. Unschlüssig über die einzuschlagende Richtung verharrte er noch weiter auf der Bank.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren