Lissabon – Teil II

Währenddessen öffneten die ersten Bäckereien und muntere Frühaufsteher holten sich Brötchen und den „Express“. Die Seiten seines Reiseführers umblätternd, füllte sein Kopf sich wieder mit Träumen. Der Klang von Glas auf Stein riss ihn aus seinen Gedanken. Vor ihm stand jemand, der ihn aus rot unterlaufenden Augen neugierig betrachtete und ansetzte, eine Frage zu formulieren. Die Antwort schon vorwegnehmend, kramte er in seinen Manteltaschen und drückte dem Mann vor ihm etwas Kleingeld in die Hand. Geld, dessen Fehlen ihn später selber schmerzen würde. Ein dankbares Nicken und der Mann war so schnell wieder verschwunden, wie er zuvor erschienen war. Die Taschenuhr mit dem gesprungenen Glas war stehen geblieben. Er musste aufstehen und sich nach der Zeit umsehen. Unschlüssig über die einzuschlagende Richtung verharrte er noch weiter auf der Bank.

Kommentar verfassen