Lissabon – Teil I

Lissabon – Teil I

Natürlich hatte er nicht ewig Zeit. Um 10.19 Uhr fuhr sein Zug, der ihn Lissabon näher bringen würde. Er stand in Köln auf der Domplattform und strich sich den Wind aus den Haaren. Auf der Bank waren noch die feuchten Reste des Frühnebels zu sehen. Einige heruntergefallene Blätter hielten sich darin frisch. Mit dem Geruch von Herbst in der Nase wischte er mit der Hand über die Bank und setzte sich. Ein kurzer Blick auf die Uhr. Noch drei Stunden. Während die Stadt langsam erwachte, die Strassenkehrer ausschwärmten um das abgetragene Abendkleid zu reinigen, kramte er in seinem Rucksack. Langsam tasteten sich seine Hände vor, bis er den Reiseführer schließlich gefunden hatte. Er zog in heraus. Abgegriffen, zerlesen sah er aus. Eine getrocknete Kornblume fiel heraus.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren