Schamlos vor Weihnachten

Schamlos vor Weihnachten

Das vor dem Fest Ruhe einkehrt im Land, alle Menschen in sich gehen und sich besinnen auf gemeinsame Wert wie Nächstenlieb, kann man zwar hoffen. Man sollte aber nicht enttäuscht sein, wenn sich keiner daran hält. Vor Weihnachten werden noch in einigen Firmen noch mal schnell Mitarbeiter entlassen oder unbeliebte politische Entscheidungen getroffen. Statt das alles zur friedlichen Ruhe kommt, tobt ein Sturm durchs Land. An all das hat man sich mittlerweile, wenn auch widerwillig, gewöhnt.

Die täglichen Meldungen werden achselzuckend zur Kenntnis genommen. Es gibt aber Nachrichten, bei denen sich der Magen zusammenzieht. Heute war in einigen Zeitungen Krankheits- und Urlaubstage miteinander zu verrechnen. Allein der Vorschlag selber ist frei von jeglichem Schamgefühl. Diesen dann auch noch vor Weihnachten zu lanciere, dürfte wohl der trauriger Höhepunkt von Geschmacklosigkeit in der Adventszeit sein. Urlaub dient zur Erholung eines Mitarbeiters, während ein krank geschriebener Mitarbeiter genesen muss. An Zynismus nicht zu überbieten in dieser Sache ist der Kommentar eines Sprechers der Handwerkskammer OWL. Er meint, dass dies Beitrag sei, der in die Zeit passt.

Liebes Christkind, schenke diesen Herren doch zu Weihnachten ein Herz, da sie doch keins haben und dringend eines Herzens bedürfen!

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren