Senso und echter Kaffee

Für mich verhält sich Senso zum Kaffee ähnlich wie sich eine Mikrowelle zu frisch zubereitetem Essen verhält – Fastfood statt Genuss.
Das Grundproblem beim Kaffee sind die Kaffeemaschinen, die man in den meisten Büros und Haushalten findet. Solange es keine Profigeräte sind, leiden sämtliche Geräte anscheinend immer unter dem gleichen Problem. Zunächst hinterlässt der Kaffee zumindest einen Eindruck davon, wie guter Kaffee schmecken müsste, dann, nach ein paar Wochen läst der Geschmack stark nach.
Schuld sind unter anderem die Ablagerungen im Gerät, die durch Gebrauch entstehen – nicht nur der berühmte Kalk.

Für mich gibt es nur eine Methode, anständigen Kaffee zu machen: Handgebrühten, aus frisch gemahlenen Bohne. Praktisch dafür sind die französischen Kaffee-Kannen (von Bodum, IKEA etc.)

Selbst aber bei Kaffeemaschinen kann man den Geschmack verbessern, wenn man den Kaffee frisch mahlt und die Bohne möglichst luftdicht aufbewahrt. Besonders im gemahlenen Zustand neigt Kaffee dazu, mit Hilfe von Sauerstoff zu oxidieren. Die ersten Tassen aus einer frisch gekauften Packung schmecken noch gut, beim Rest wird es dann traurig – dann besser Instand-Kaffee.

Auf keinen Fall sollte man die Wirkung von „schlechten“ Bohnen unterstützen. Es kommt immer mal wieder vor, das eine zu stark geröstete oder nicht einwandfreie Bohne in der Packung ist. Wenn man den Kaffee selber mahlt, ist das zwar auch nicht sehr toll, aber man kann das Pulver dann entsorgen und andere Bohnen neu mahlen. Hat man aber eine ganze Packung gemahlenen Kaffee gekauft, geht das nicht.