Abhängen

Abhängen

Am Freitagabend nach einer anstrengenden Woche erwischt es mich immer voll. Statt den Feierabend zu nutzen endet es meistens damit, dass ich nur abhänge. Am liebsten vor dem Fernseher, wo man mich bei zappen durch die Programme erwischen kann. Wenn ich irgendwo länger hängen bleibe, dann ist es entweder GIGA oder Arte. Auf den ersten Blick haben beide nichts gemeinsam. Beide bieten aber Unterhaltung. Auf dem eine wird anspruchsloses und auf dem anderen anspruchvolles serviert. Beide verhindert durch ihre besondere Art das Wegschalten. Nach einer Stunden habe ich dann allerdings genug und wende mich müde dem Bett zu. Schade eigentlich, denn der Freitagabend ist das schönste an der ganze Woche. Die Arbeit liegt hinter einem und das ganze Wochenende noch vor einem. Vielleicht aber ist mein Abhänge die Form, das richtig zu genießen. Alles andere kann man ja noch am Samstag oder Sonntag machen, schließlich hat man frei. Also weiterhin sinnfrei vor dem Fernseher versumpfen?

Es gibt eine Vielzahl von Dingen, die man alternativ am Freitag machen kann. Die sind aber meistens laut, mit Alkohol oder Nikotin verbunden oder wahnsinnig anstrengend. So gesehen ist Abhängen nicht die schlechteste Wahl. Mit ein wenig Glück läuft dann wie heute ein guter Film bei Arte und man kann dann voller Überzeugung sagen, das man ein Stück Kultur genossen hat. Vor dem Film, der diesmal lief, habe ich allerdings ein Steak und Prosecco genossen. Das ist dann wie ein Weichzeichner für den Abend ohne einen dicken Kopf am nächsten Tag zu machen. Man fühlt sich einfach beschwingt und kann dann auch später über die flache Moderation bei Giga-Games lachen.

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren