Halloween

Manchmal kommen sie wieder. Europäische Bräuche in neuen Kostüm als Reimport. Ein alter keltischer Feiertag wird durch Christianisierung und Auswanderung zu Halloween, wobei seine ursprüngliche Bedeutung auf der Strecke bleibt. Hauptsache, damit läst sich Geld machen, in dem man seinen Mitmenschen Kram verkauft, den sie „unbedingt” brauchen, um Halloween zu feiern.

Ob es die deutschen Einzelhändler waren, eine virusartige, eingeschleppte Krankheit oder einfach nur der Lauf der Dinge, läst sich nicht feststellen. Tatsache ist, dass vor ein paar Jahren auch in Deutschland angefangen wurde, Halloween zu feiern. Mittlerweile gib es rund um das „Fest” eine erdrückend Auswahl in den Kaufhäusern. Orange ist auf jeden Fall die Farbe des Monats, denn von allen Seiten grinsen einen Kürbisköpfe an – mal lustig, mal bedrohlich. Im Fernsehen laufen –was sonst – Gruselfilme.

Ehrlich gesagt, kann man auch gut auf Halloween verzichten. Aber wenn es ums Geld geht, hört bekanntlich der Spaß auf. Feiern, um die Wirtschaft anzukurbeln. Na, ja, jedenfalls besser als die Vorschläge, die Arbeitszeit auf 48 Stunden zu erhöhen – oder war das der CDU-Beitrag zu Halloween? Ein kleiner Gruselspaß?