Musikunterricht

Wenn ich so an meinen in der Schule genossenen Musikunterricht denke, dann war der entweder wirkungslos, langweilig, schlecht oder – in einem Fall – grausam. In der Grundschule mussten wir in einer Musikstunde alle vorsingen. Als ich dann daran war, meinte die Lehrerin hinterher, dass es wohl besser sei, wenn ich in Zukunft im Hintergrund nur leise mitsummen würde. Das das bleiben Schäden hinterlassen hat, ist wohl klar. Bis heute habe ich ein gewisses Gefühl der Beklemmung, wenn es darum geht, irgendwo mitzusingen.

Im weiteren Verlauf meiner Schulkarriere ist es keinem Lehrer gelungen, mein Interesse an Musik, vor allem an klassischer Musik, zu wecken. Erst jetzt, Jahre später, erwacht so langsam mein Interesse an klassischer Musik und an Opern. Das liegt vor allem daran, das mir die Musik zwischen No Angels und Superstars ziemlich zum Hals raus hängt. Das sind selbst für meinen sehr ungeschulten Geschmack reine Zumutungen. Ich stelle beim Hören auch fest, dass keine andere Musik so starke Gefühle auszulösen vermag wie klassische Musik. Gut auch Techno und Heavy Metal lösen Gefühle aus, aber das geht dann eher in Richtung Aggressivität.

Mit steigendem Interesse wächst auch das Bedürfnis, sich zu informieren. Die Suche im Internet ist dabei nicht unbedingt sehr hilfreich, wenn man nicht weiß, wo nach man genau sucht, Klassik ist ein sehr weitläufiger Begriff. Sehr empfehlenswert ist ein kleines, kostenloses Magazin über klassisches Musik und Jazz, das kostenlos im größeren Kaufhäusern ausliegt. Es nennt sich RONDO und bietet eine gute Orientierung und Kaufempfehlungen. In den nächsten Wochen werde ich sicher in die eine oder andere CD reinhören, um dann zu entscheiden, was auf meine Kaufliste kommt.