30.

Mandatsträger

Manchmal ist das Demokratieverständnis von Politikern doch etwas befremdlich. Besonders dann, wenn es im Nachgang von Abstimmungen im Bundestag darum geht, so genannte “Abweichler” abzustrafen, da sie es gewagt haben, gegen den von der Fraktion vorgegebenen Kurs zu stimmen. Mal so als Erinnerung: Es ist zwar richtig, dass die Abgeordneten im Bundestag einer Partei angehören. Dieser Partei haben sie auch zu verdanken, dass sie als Kandidat für die Bundestagswahl aufgestellt wurden. Gewählt wurden sie aber nicht von ihrer Partei, sondern vom stimmberechtigten Bürger in ihrem Wahlkreis. Einen Rechtsanspruch auf ihre Stimme bei Abstimmungen hat die Partei nicht. Der “Fraktionszwang” besteht nur dadurch, dass Abweichler nicht mehr zur Wahl aufgestellt oder im schlimmsten Fall aus der Partei ausgeschlossen werden. Laut Grundgesetz gibt es eine Gewissensfreiheit der Mandatsträger. Artikel 38 des Grundgesetzes ist da sehr eindeutig in Bezug auf ihr Amt:

“Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

Unserem Bundeskanzler sollte mal öfter ins Grundgesetz schauen, bevor er sich mit seinen bösen Äußerungen zu weit aus dem Fenster lehnt.

29.

Büroalltag

Manchmal glaubt man es kaum, wie schnell einen der Bürolalltag wiederhat. Auch nach längerer Abwesenheit verfällt man doch viel schneller in den gewohnten Trott. Für “Abwechselung” sorgen dann kleinere und größere Veränderungen während der eigenen Abwesenheit, so dass man zunächst einmal mit einem komischen Gefühl im Magen die Tür aufschließt, an der zumindest noch das eigene Namensschild hängt. Tröstend wirkt es dann, wenn die Woche damit anfängt, dass man sich vergegenwärtigt, dass sie nur aus vier Arbeitstagen besteht.

28.

Uhrzeit

Wie zu erkennen ist, habe ich es geschafft, eine Uhrzeitfunktion in bitEvolution einzubauen. Gleichzeitig ist es jetzt sogar möglich, mehrere Beiträge an einem Tag zu schreiben.

Die alten Beiträge haben allerdings als Uhrzeit “0:00 Uhr”, da sie zu einer Zeit geschrieben wurden, als es diese Funktion noch nicht gab.

28.

Durchschlafen

Soweit ich mich in meinem Leben zurück erinnern kann, habe ich noch nie richtig durchgeschlafen. Mindestens zwei- bis dreimal pro Nacht wache ich auf. Ein kurzer Gang zum Klo, dann etwas trinken und wieder zurück ins Bett. Ich weiß nicht, ob das normal ist, aber komisch finde ich es schon. Allerdings hat es auch manchmal etwa schönes – wenn man nachts aus dem Fenster schaut und die schlafende Stadt sieht oder zur Mond raufschaut.

27.

Schuhe kaufen

Zu den Dingen, die ich sehr ungern einkaufe, gehören auf jeden Fall Schuhe. Ob online bestellt oder durch den Besuch eines Schuhgeschäftes erworben, stellt sich nie 100% Zufriedenheit ein. Beim Anprobieren bin ich mir immer unsicher, ob der Schuh auch passt und die Füße vorne genügen Platz haben. Im Schuhgeschäft komm ich mir dann wie der letzte Depp vor, wenn ich mehrmals nachfragen muss, ob das so richtig sei. Der Horror schlechthin ist, wenn die Schuhe größer oder kleiner ausfallen (sprich der Hersteller hat sich nicht an die Norm gehalten). Dann wird das Chaos noch schlimmer. Zudem sind meine Füße natürlich nicht gleich lang.

Hinzu kommt, dass ich auch einen gewissen modischen Anspruch habe und nicht in irgendwelchen Schuhen rumlaufen will, die mich zum Affen machen. Es ist im Grunde eine einzige Qual, neue Schuhe zu kaufen, denn wenn ich welche gefunden habe, die im Laden gut passen und mir auch gefallen, bedeutet das noch lange nicht, dass sie im täglichen Gebrauch auch tatsächlich bequem sind. Ich hatte schon mal das Pech, einen solch unbequemen (aber robusten) Schuhe zu erwischen, dass ich mir durch einmaliges Tragen nicht nur blutige Blasen geholt sondern gleich Teile der Ferse abgehobelt hatte.

Die einzige Rettung für mich sind (auch wenn es auf die Dauer etwas langweilig wird) Schuhe des Herstellers Think!. Die passen in meiner Größe auf Anhieb, sehen gut aus und passen von ersten Tag so gut, dass sie nirgends scheuern. Der einzige Nachteil: Sie sind “etwas” teuer und halten nicht ganz so lange wie andere Schuhe.

26.

Nicht mehr viel

Es fehlen nicht mehr viele Elemente, dann kann ich endlich die erste Betaversion von bitEvolution zum Download freigeben. Auf meiner To-Do-Liste steht noch eine echte Mehrbenutzerfunktion mit Rechteveraltung, eine überarbeitet Preview-Funktion, die Möglichkeit an einem Tag mehr als einen Beitrag zu schreiben und ganz wichtig: eine anständige grafische Oberfläche. Die momentane sieht mehr aus wie Aschenputtel.

Zufrieden bin ich zur Zeit mit der Stabilität. Durch die Neuorganisation des Speichersystems sind ein paar große Probleme verschwunden.

25.

Talkshows & Kopftücher

Die Zeit, die ich in den letzten Monaten mit dem Sehen von Fernsehsendungen verbracht habe, beläuft sich auf eine überschaubare Minutenanzahl. Eigentlich müsste ich mal bei der GEZ und bei ish nachfrage, ob es für Wenigseher Rabat gibt.

Der Fernseher bei uns zu Hause wird hauptsächlich für den DVD-Player und die PS2 verwendet. Er ist aber noch nicht darauf dressiert, beim Einschalten sofort auf das Bildsignal der PS2 zu wechseln. So kommt es, dass man immer wieder mal ein Bisschen vom normalen Fernsehprogramm mitbekommt, bevor man umschaltet. Heute Abend bin ich bei der Sendung “Berlin Mitte” mit der Moderatorin Maybritt Illner hängen geblieben. Thema der Sendung war das “Kopftuchurteil” des Bundesverfassungsgerichts. Bis zu Ende habe ich die Sendung nicht verfolgt, da mein Bedarf an dieser Form von Informationsaufnahme recht schnell gesättigt war. Ich bevorzuge doch eher Zeitungen und Zeitschriften wie die Süddeutsche und die Zeit. Das liegt vor allem daran, dass in Talkshows die Tendenz besteht, Leute nicht ausreden zu lassen und ihnen ins Wort zu fallen. Nach einem guten Einstige in das Thema mit dem Wortbeitrag von der SPD-Bundestagsabgeordneten Lale Akgün, der für mich der eigentliche Anlass war, nicht sofort umzuschalten, war für mich eigentlich auch schon alles gesagt – rückblickend gesehen. Frau Akgün vertrat die Meinung, das die Gesellschaft die Aufgabe habe, Muslime in die Mitte der Gesellschaft zu holen, die sich “zu sehr in ihr Ghetto zurückziehen wollen”. Sie lehnet das Kopftuch in der Schule mit guten Argumente ab. Unter anderem auch, weil es die Frau nur auf ihre Reize reduziert – wogegen das Kopftuch dann ja schützen soll.

Der bayerische Innenminister Günther Beckstein von der CSU wirkt dagegen mit seiner Argumentation, in der er auch das Kruzifix-Urteil mit einbezog, sehr schwach und vor allem auch langweilig.

Auf die Palme gebracht hat mich allerdings der Beitrag von Alice Schwarzer. Das liegt nicht an ihr oder ihrer Position, der zustimmen kann – sie sagte, dass das “Kopftuch kein Zeichen der Religion sei”, sondern es gehe dabei um Politik und “stehe für den Anspruch, den Gottesstaat einzuführen”.
Gestört hat mich, dass von Anfang ihres Beitrag an versucht wurde, sie mit aller Gewalt zu unterbrechen. Man konnte deutlich spüren, dass Maybritt Illner sehr starke Aversionen gegenüber Frau Schwarzer hatte. In einer politischen Talkshow sind solche persönlichen Einstellungen zu Talkgästen allerdings fehl am Platz. Mir hätte es deutlich besser gefallen, wenn man Alice Schwarzer hätte in Ruhe ausreden lassen.

Beim Beitrag von Nadeem Elyas, dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime habe ich dann umgeschaltet. Seine Position, dass das Kopftuch “eine religiöse Pflicht” sei, wurde schon x-Mal von Islamwissenschaftlern widerlegt.

24.

Der Bürger als Kuh

Manchmal, wenn ich morgens die Zeitung aufschlage, muss ich sofort ins Badezimmer rennen – um mich zu vergewissern, dass ich noch ein Mensch bin und keine Kuh. In letzter Zeit bekomme ich immer stärker das Gefühl, ein solche zu sein. Bei der Diskussion um die Einführung eines Wassercents, der Kürzung der Kilometerpauschale und vielen anderen Themen entsteht bei mir der Eindruck, dass da jemand versucht mich zu melken. Nicht einmal, sondern immer wieder.

Was ich vermisse von unseren gewählten Vertreter, ist ein bisschen mehr Anstand, Rücksichtnahme und vor allem ein gutes Beispiel. Wenn von Verzicht die Rede ist und von den Opfern, die die Bürger bringen müssen, wird nie von den Politikern gesprochen. Schade eigentlich. Hinterlässt das doch den Eindruck, sie würden über den Dingen stehen, die sie selber nicht betreffen werden. Merkwürdig ist auch, dass versucht wird, den Staat allein auf seine Wirtschaftlichkeit zu reduzieren und Ein- und Ausgabe streng gegen zurechnen. Es wird in jedem Bereich versucht Sparpotential zu entdecken. In der Regel wird es auch gefunden, aber der soziale und gesellschaftliche Preis für die Einsparungen wird nicht erwähnt. Alles dreht sich nur um Euro und um kurzfristige Einsparungen. Langzeitwirkungen werden nicht erkannt oder unterschätzt.

Im Grunde könnte man den Weg, den die Regierung und auch die Politiker in der Opposition gehen, als Maßstab nehmen für alles Handeln. Dieser Maßstab sollte allerdings dann auch auf die Bundespolitik angewendet werden. Wäre es für Deutschland nicht wesentlich günstiger und im Zuge des sparsamen Umgangs mit Steuergeldern geboten, wenn wir unsere Politik outsourcen würden? Ein Billiglohnland in der so genannten dritten Welt könnte die Regierungsarbeit für uns für wesentlich weniger Euro übernehmen – nur mal so als Gedanke. Vielleicht würde sich ja auch die Qualität verbessern

23.

Neue Baupläne

“Neue Baupläne” tönte vor längere Zeit eine weibliche Stimme bei ‘Comand & Conquer’, wenn neue Optionen zur Verfügung standen. Heute hat bitEvolution auch ein paar zusätzliche Funktionen bekommen. Neben der für mich sehr wichtigen Möglichkeit, ein Backup zu erstellen, gibt es jetzt pseudo-statische Seiten und unterschiedliche Textfarben. Damit kann ich dann nicht nur wildbits verbessern – endlich kann ich auch die für Alpha Lupus die Webseiten mit bitEvolution erstellen.

Auf jeden Fall gibt es hier demnächst auf der rechten Seite in der Navigation bald ein paar zusätzliche Menüpunkte.

22.

Vergebliche Vorfreude

Da freut man sich auf neues Futter für seine Konsole und was passiert? Der Release-Termin wird verschoben. Gut, es ist ja nicht gerade so, das ich keine Spiele für die PS2 habe. Im Gegenteil, es gibt eine ganze Menge, zum Teil auch nicht durchgespielte Spiele in meinem Besitz. Aber gerade auf Firewarrior, das heute erscheinen sollte, habe ich mich besonders gefreut. Das liegt wohl daran, das ich mit Nadine zusammen seit über zwei Jahren Warhammer 40k spiele und Firewarrior im Warhammer-Universum angesiedelt ist. Als junger Taukrieger muss man im wahrsten Sinne des Wortes seine Feuertaufe bestehen und gegen Space Marines und Chaosmächte kämpfen. Im Multiplayer Mouds … Halt stopp! Jetzt schreibe ich mir schon wieder selber den Mund wässrig. Mal sehen, ob es diesen Freitag den Weg zu meiner PS2 findet.